Niedrige Wasserpreise und Finanzspritzen für den Haushalt

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kel
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Beim Thema Trinkwasser kommt in Lorsch und Einhausen, den beiden Standortkommunen des Wasserbeschaffungsverbandes Riedgruppe Ost, regelmäßig Freude auf.

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„Bei uns kosten 1000 Liter Trinkwasser 97 Cent“, jubelt der Lorscher Bürgermeister Christian Schönung: „Damit sind wir in Hessen die Günstigsten.“

In Einhausen werden zehn Cent mehr verlangt. In der Weschnitzgemeinde zahlen die Bürger im regionalen und Landesvergleich noch immer sehr günstige 1,07 Euro pro Kubikmeter. In Bensheim – ebenfalls eine Verbandskommune der Riedgruppe Ost – werden 2,15 Euro pro Kubikmeter verlangt.

Der Lieferpreis des Wasserbeschaffungsverbandes an die Bergsträßer Mitgliedskommunen ist dabei gleich. Für 48 Cent pro Kubikmeter fließt das Trinkwasser in die lokalen Leitungsnetze.

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Doch woher kommen dann die unterschiedlichen Bezugspreise für den Endverbraucher? Klaus Schwab, Erster Stadtrat in Lorsch und Verbandsvorsteher der Riedgruppe Ost, erklärt dazu: „Lorsch hat durch den kurzen Weg vom Wasserwerk Feuersteinberg zum Verbraucher quasi keine Transportkosten für das Wasser, also eine klare Kostenersparnis. Auch der Umstand, dass Lorsch keine Stadtteile zu versorgen hat, schlägt hier positiv zu Buche.“ Dazu kommt noch, so Bürgermeister Schönung: „Wir benötigen keine Hochbehälter, denn es müssen keine Höhenunterschiede überwunden werden, die Infrastruktur für die Wasserversorgung ist also für Lorsch wenig aufwendig.“

Über die örtlichen Einnahmen aus dem Wasserverkauf gedeckt werden müssen zudem Investitionen in das örtliche Versorgungsnetz. So wurden in Einhausen zuletzt unter anderem Leitungen im Bereich der Waldstraße, der Ludwigstraße und punktuell in der Mathildenstraße erneuert. „Diese Maßnahmen wirken sich letztlich auch auf die Gebühren aus“, erklärt Verbandsdirektor Ingo Bettels – gleichzeitig Gemeindevertretungsvorsitzender in Einhausen. In der Weschnitzgemeinde wurden die Wasserpreise zuletzt 2018 angehoben.

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Freude über den Verband kommt in den beiden Standortkommunen auch regelmäßig bei den Haushaltsberatungen auf. Seit Jahren kann man sich über eine sogenannte „Gewinnauskehrung“ der Riedgruppe Ost freuen. Insgesamt 310 000 Euro fließen den Mitgliedskommunen für das Jahr 2019 auf diesem Weg zu, verkündete der Einhäuser Gemeindevertreter Armin Kromer (CDU), der die Weschnitzgemeinde in der Verbandsversammlung vertritt, bei der vergangenen Sitzung des Ortsparlaments. Aufgeteilt wird die Summe nach Anteilen an dem Verband. Einhausen bekommt demnach 112 230 Euro, Lorsch 129 570 Euro, Bensheim 55 800 Euro und Zwingenberg 12 400 Euro. kel