Spendenaktion - Verein musste 24 Jahre altes Fahrzeug ersetzen / Dank an Unternehmen, Privatpersonen, Stadt und Kreis für finanzielle Unterstützung Naturfreunde freuen sich über neuen Bus

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Vor der Königshalle präsentierte der Verein Naturfreunde Lorsch seinen neuen Mannschaftsbus. © WEINBACH

Lorsch. Der Verein Naturfreunde Lorsch besteht in der Klosterstadt seit etwa elf Jahren. Er ist gemeinnützig, hat 70 Mitglieder. 50 Prozent sind Kinder und Jugendliche. Sport, Kultur und Ökologie hat er sich auf die Fahne geschrieben. Neben Freizeitaktivitäten wie dem Zeltlager und dem Kajakfahren beim Anglerfest am Seehof werden im Sommer im Lorscher Waldschwimmbad und im Winter in Einhäuser Hallenbad ältere und jüngere Mitglieder im Kajakfahren trainiert.

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Zu den Aktivitäten mussten die Teilnehmer immer in Privat-Fahrzeugen oder im vereinseigenen Mannschaftsbus transportiert werden. Vor drei Jahren stellte sich jedoch das Problem, dass dieser Kleinbus nach 24 Jahren fast schrottreif war und ersetzt werden musste.

Im Vorstand überlegte man, wie das Problem gelöst werden kann, erklärte jetzt der Vorsitzende Rainer Koob. Gedacht war zunächst an ein gebrauchtes Auto. Dann kam aber das Angebot des Autohauses Lotz, dem Verein zu fairen Bedingungen einen neuen Mannschaftsbus zu verkaufen.

7000 Flugblätter verteilt

Hinzu kam noch ein Angebot der Volksbank Darmstadt-Südhessen, die unter dem Motto „Gemeinschaft, die bewegt“, gemeinnützigen Vereinen hilft, Spenden zu sammeln. Erste eingehende Spenden bis 2500 Euro werden von der VoBa verdoppelt, wenn sie auf einem besonderen Konto eingehen. Um an Geld zu kommen, haben die Naturfreunde 7000 Flugblätter gedruckt. 5000 wurden in Lorsch, 2000 in Einhausen verteilt. So erreichten den Verein im Laufe der Zeit Spenden von Privatleuten und kleineren Firmen. Die Jugendlichen hatten sich an der Jugendsammelwoche beteiligt und auch beim Fest am Seehof wurde um Spenden geworben. Der Verein hatte seine Mitglieder um finanzielle Unterstützung gebeten und seine eigenen Ausgaben eingeschränkt. Ein Zuschuss kam vom Kreis Bergstraße und 25 Prozent des Preises erstattete die Stadt Lorsch nach den Vereinsförderrichtlinien. So kam schließlich der Kaufpreis zusammen und der Mannschaftsbus wurde angeschafft. Und weil die Naturfreunde sich zum einen bei der Öffentlichkeit für die Unterstützung bedanken und sich auch in Erinnerung bringen wollten, beschloss der Vorstand, das neue Auto vor der Königshalle den Lorschern zu präsentieren. Dazu wurden Spender, die Stadt und Volksbank eingeladen. Der Vorsitzende der Naturfreunde, Udo Lange von der Volksbank, und der Erste Stadtrat Klaus Schwab öffneten vereint zur Feier des Tages je eine Flasche Sekt. Über den Bus wollten sie das Getränk zur Taufe nicht schütten, aber auf das Wohl des Vereins durften alle Teilnehmer ein Gläschen trinken. Für die Kinder gab es alkoholfreie Säfte. Der Vertreter der Volksbank lobte die Naturfreunde für „ihr starkes Engagement und die vorbildliche Jugendarbeit“. Aus diesem Grund habe seine Bank den Verein auch unterstützt.

Vorhaben hat überzeugt

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Klaus Schwab war auch des Lobes voll. Vor allem die Verbindung von Sport und Natur hob er hervor. Deshalb werde der Verein seit einigen Jahren sowohl von der Lorscher Sportkommission als auch vom Magistrat unterstützt. Das Engagement der Mitglieder habe die Stadt von dem geplanten Vorhaben überzeugt. Aus diesem Grund sei der Kauf des Busses auch nach den Vereinsförderrichtlinien mit 25 Prozent gefördert worden. Schwab bedankte sich ausdrücklich bei den Mitgliedern für ihren ehrenamtlichen Einsatz. ml