Pfingstrosen-Aktion - Andrang gestern auf die Lorscher Pflanzen Nach Minuten schon ausverkauft

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Petra Raulin (r.) und Eva-Maria Eberle (Mitte) wurden bei der Pfingstrosen-Aktion gestern vom großen Interesse vieler Käufer überrascht. © Neu

Lorsch. Zu den seltenen nicht-virtuellen Angeboten im diesjährigen Frühlingsmarktprogramm gehörte der Päonien-Verkauf im Rahmen der Pfingstrosentage. Bei dieser Aktion wurden Eva-Maria Eberle und Petra Raulin, die sich ehrenamtlich im Lorscher Garten an der evangelischen Kirche engagieren, gestern regelrecht überrannt. Schon nach wenigen Minuten waren die prächtigen Pflanzen allesamt weg.

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Angekündigt worden war, dass der Verkauf sogar bis 22. Mai laufen sollte, solange der Vorrat reicht. Aber angesichts des unerwartet großen Interesses war die begehrte Ware am Sonntag schon vor 12 Uhr aus. Bereits vor 11 Uhr habe sich eine Schlange von Käufern gebildet, so Eberle.

Tabak statt Madame Furtado

Die Interessenten, die gestern um die Mittagszeit kamen, mussten zwar nicht mit leeren Händen wieder gehen. Statt Pfingstrosen aber gab es zu diesem Zeitpunkt dann nur noch Tabakpflanzen aus Lorsch, zudem waren Lilien aus dem Pfingstrosengarten zu haben. Ebenfalls Abnehmer fanden die vom Gartenteam liebevoll gestalteten Tütchen mit Samen, etwa vom Roten Mohn.

Er blüht zu einem Zeitpunkt, wenn die Pfingstrosen schon wieder welken, versicherten die Blumenkenner. Im Aussehen sei er einer Päonie zudem nicht unähnlich. Gegen die Konkurrenz von „Madame Furtado“, die „Duchesse de Nemours“ und „Laura Dessert“ aber war der Mohn gestern doch chancenlos. Die große Mehrheit war nur wegen der weißen und rosafarbenen Schönheiten in die Johannisstraße gekommen.

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Eva-Maria Eberle hatte zwar umgehend einen Vermerk mit dem Hinweis „Ausverkauft“ ans Hoftor angebracht, der wurde aber oft übersehen. „Es tut uns leid“, mussten die Frauen daher vielfach Nachfragenden persönlich erklären.

Liebend gerne hätten Eva-Maria Eberle und Petra Raulin noch mehr Pfingstrosen verkauft. Die Pflanzen sind aber eben eine Besonderheit und nicht in beliebiger Menge auf Knopfdruck vermehrbar. Die Päonien, die jetzt im Angebot waren, hat Petra Raulin mit ihrem vierköpfigen Ehrenamtsteam im vorigen Herbst ausgegraben und sorgfältig in Töpfen über den Winter gepäppelt.

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Das Interesse an den Lorscher Pfingstrosen wachse, sagt Raulin. Schon im vorigen Jahr sei das spürbar gewesen, als die Pflanzen an einem Stand in der Nibelungenstraße präsentiert wurden. Hätte in diesem Jahr ein normaler Frühlingsmarkt stattfinden können, dann wäre auch die Auswahl üppiger gewesen, so Eberle. Die Beschränkungen durch Corona hätten sich aber auch auf Lieferungen von Päonien-Züchtern aus Österreich ausgewirkt.

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Rund 180 Sorten sind im Lorscher Pfingstrosengarten zu bewundern, der täglich kostenlos besucht werden kann. In die Pflege der auch als Heilpflanzen geschätzten Gewächse steckt das Gartenteam enorm viel Arbeit. Es züchtet aber nicht selbst.

Im kommenden Jahr soll es wieder einen größeren Stand bei den Pfingstrosentagen im Rahmen des Frühlingsmarktes geben. Neue Lieferungen werden im Oktober erwartet, ein Teil davon soll dann auch wieder in den öffentlichen Verkauf gehen. sch