Kindergarten - „Dachwichtel“-Betreuungsteam bleibt auch in Corona-Zeiten mit den Kindern verbunden / Aufgaben in Gedichtform Mit lustigen Reimen das Händewaschen lernen

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Die Erzieherinnen des Lorscher Kindergartens Dachwichtel – unser Bild zeigt Rosi Breitkopf, Zanetta Helmling, Nicole Kremer und Ulrike Elsner –, halten den Kontakt zu den Kindern mit verschiedenen Aktionen aufrecht. © Weinbach

Lorsch. Dass es nicht einfach ist, in Zeiten des Corona-Virus in Kontakt zu bleiben mit den Kindern, die den Lorscher Kindergarten „Dachwichtel“ besuchen, hatten auch die fünf Erzieherinnen dieser Betreuungseinrichtung in der Wilhelm-Leuschner-Straße festgestellt. 20 Mädchen und Buben, von drei Jahren bis zum Schulalter, besuchen diesen Kindergarten.

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Wegen der verordneten Kontaktsperre dürfen sie ihren Kindergarten aber leider nicht besuchen. Rosi Breitkopf, die Leiterin des Kindergartens, und Nicole Kremer, Zanetta Helmling, Ulrike Elsner und Jacqueline Heinze, hatten sich zusammengesetzt und Überlegungen angestellt, was gemacht werden könnte in der langen Durstphase, wo man sich nicht sehen darf. Wie kann ein Kontakt mit den Kleinen hergestellt werden?

Rosi Breitkopf erklärt, dass es für ihre kreativen Ideen dabei keine Schranken geben sollte. Herausgekommen ist unter anderem der Gedanke, jeden Montag mit einer selbst gefilmten kurzen Videobotschaft für die Kinder über eine Whatsapp-Gruppe die Eltern zu informieren.

Eine weitere Idee war, mit einer „Haustür-Challenge“, den Kindern montags eine Möglichkeit zu bieten, mit ihren Eltern zu kommen, im notwendigen Abstand die Erzieherinnen zu sehen und begrüßen zu können.

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Dieser Treffpunkt am Eingang ist verbunden mit einer Herausforderung. Die besteht in wöchentlich neuen freiwilligen Angeboten für den Nachwuchs. In einer blauen Schatzkiste sind die Aufgaben zum Herausnehmen verstaut. Die erste Aufgabe bestand darin, dass die Kleinen ihre Hände auf ein buntes Pappschild malen, die Händchen ausschneiden und zum Kindergarten bringen.

Blumen in die Gummistiefel

Dort hatten die Erzieherinnen an einem Geländer einen großen gemalten Regenbogen aufgehängt. Darauf wurden die zuvor laminierten Händchen geklebt. In dieser Woche sollen die Kinder ihre kleinen Gummistiefel mit bunten Blumen bepflanzen. Ein Muster stand zur Verfügung.

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Rosi Breitkopf wünscht sich, dass viele farbenfrohe Stiefelchen zurückgebracht werden. Eine weitere Aufgabe bestand darin, die Kinder mit Fingerspielen zum hygienischen Händewaschen anzuregen. Auf einem Zettel hatten die Erzieherinnen die Aufgaben in Gedichtform beschrieben.

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„Wasser marsch und Hände drunter, so werden alle Finger nass und munter“. Der zweite Schritt informierte: „Ein Tropfen Seife in die Hand. Riecht gut und Bakterien werden mit Seifenschaum verbannt.“W

Was noch zu machen ist: „Hände reiben, Hände reiben und die Bakterien vertreiben“. Das ging weiter bis zu achten Schritt: „Jetzt legen wir die Hände ins Handtuch hinein, denn alle Finger wollen wieder trocken sein“. So konnten die Kinder spielerisch lernen, was in Zeiten der Kontaktsperre notwendig ist, um das Corona-Virus von einer Infektion abzuhalten.

Es ist bei jedem Schritt beschrieben, was die Kleinen mit ihren Händen machen solle. Und natürlich gelten die Anregungen auch für Erwachsene. ml