Mittelalter - Unter der Überschrift „Zwölf Monate im Herrenhof“ wollte das Freilichtlabor am Sonntag eigentlich einen besonderen Öffnungstag anbieten / Wegen Corona gibt es jetzt Infos im Netz Lauresham: Neues Projekt startet online

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Beim Tag der Ernte und der Landwirtschaft im vergangenen September konnten im Freilichtlabor Lauresham noch Besucher begrüßt werden. Zum Auftakt zur Veranstaltungsreihe „Zwölf Monate im Herrenhof“ am kommenden Sonntag gibt es aufgrund des Lockdowns hingegen nur ein Online-Angebot. © Neu

Lorsch. Das Freilichtlabor Lauresham hat Anfang 2021 ein neues Projekt zur Darstellung seiner Arbeit gestartet. Unter der Überschrift „Zwölf Monate im Herrenhof“ sollen monatlich wechselnd typische Tätigkeiten frühmittelalterlicher Menschen in einer von den Jahreszeiten geprägten Lebens- und Umwelt päsentiert werden.

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Mit dem neuen Projekt wollen Leiter Claus Kropp und sein Team Einblicke in den Alltag eines solchen Hofes im Jahreslauf liefern. Ursprünglich geplant war, dass sich jeweils am letzten Sonntag des Monats ein spezieller Öffnungstag im Freilichtlabor Aufgaben und Themen widmet, die nach Ausweis frühmittelalterlicher Quellen eine besonders große Rolle spielten. Erster Termin dafür wäre der kommende Sonntag, 31. Januar, gewesen. Doch aufgrund des verlängerten Lockdowns darf das Freilichtlabor natürlich nicht für Besucher geöffnet werden. Und so müssen sich Claus Kropp und sein Team darauf beschränken, das Thema „Januar im Herrenhof“ online zu präsentieren. Ab 11 Uhr soll es am Sonntag auf der Homepage (www.www.kloster-lorsch.de/freilichtlabor) und auf den Social-Media-Kanälen des Freilichtlabors einen neuen Clip geben, der sich unter anderem mit den Themen Holzeinschlag, Kälte und Ernährung im Winter befasst. Außerdem soll über den Fortschritt im Grubenhausprojekt berichtet werden.

Mitarbeiter werden zu Filmteam

Für die digitale Präsentation werden die Lauresham-Mitarbeiter selbst zum Filmteam und stehen vor und hinter der Kamera. Claus Kropp kümmert sich dann zumeist um den Schnitt. Der Lauresham-Leiter hofft jedoch, dass im Laufe des Frühjahrs auch wieder Vor-Ort-Termine mit Besuchern möglich sein werden.

Außer an den letzten Sonntagen im Monat gibt es im Rahmen des Projekts „„Zwölf Monate im Herrenhof“ wöchentlich auf den sozialen Medien weitere Informationen zum Jahresgeschehen. Zum wechselnden Angebot zählen audio-visuelle Geschichten, die sich an ein jüngeres Publikum richten. Laufende Forschungsprojekte sowie archäologischen Funde und Repliken werden vorgestellt.

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Das alles wird ergänzt um Zitate eines Benediktinermönchs aus dem 9. Jahrhundert: Wandalbert von Prüm. Dieser hatte seinem liturgischen Heiligenkalender „Martyrologium“ für Kaiser Lothar I. auch ein Gedicht angehängt, in dem er über die Monate, die Jahreszeiten, das Landleben, Jagd, Fischerei, Obst- und Weinanbau schrieb. Claus Kropp hofft mit dem Projekt „Zwölf Monate im Herrenhof“ viele unterschiedliche Zielgruppen für die Ideen der Lorscher Einrichtung zu begeistern. kel/red