Theateraufführungen - Junges Ensemble und TSG hoffen auf Auftritte in diesem Jahr Hobbyschauspieler sind startbereit für die Bühne

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Das Sherlock-Holmes-Stück musste kurz vor der Premiere wegen Corona abgesagt werden. Unser Bild zeigt die Probe mit Ben Leenen und Alexander Grabelus. © Andes

Lorsch. Die Bühne und das Publikum – die fehlen natürlich den Aktiven der Theaterspielgemeinschaft (TSG). Und auch die Gemeinschaft untereinander. Der Verein um Vorsitzende Christine Andes ist durch den Lockdown lahmgelegt, hat aber seine Ideen fest im Blick und hofft auf Umsetzung in 2021.

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Zurzeit kann nichts fest geplant werden. Im März soll die Generalversammlung mit Wahlen stattfinden. Ob das wirklich klappt, wird sich zeigen, heißt es vom Verein.

Anfang Oktober vorigen Jahres konnten die Amateurschauspielerinnen und Hobbyschauspieler ein Zeitfenster nutzen, um tatsächlich Aufführungen im Paulusheim stattfinden zu lassen. Zwei Loriot-Abende und ein Loriot-Nachmittag mit Sketchen des beliebten Humoristen wurden einem zahlenmäßig etwas kleineren Publikum als üblich – etwa 80 statt 200 Gästen präsentiert.

Dabei wurden Corona-Regeln eingehalten, die Sketche waren in Kleingruppen geprobt worden. Der Vorstand des Vereins verbuchte das Ganze als Erfolg: Die Aktiven hatten Spaß dabei und das Publikum amüsierte sich bestens. Rückmeldungen, wie „Das war der einzige Abend im letzten Jahr, an dem wir mal ausgegangen sind“ kommen jetzt noch von begeisterten TSG-Besuchern.

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Dann sollten die Sherlock-Holmes-Aufführungen des Jungen Ensembles Anfang November folgen. Diese wurden wenige Tage vorher durch neue Corona-Bestimmungen ausgebremst. „Da aber alles soweit vorbereitet ist“, so das Regieteam Tanja Dohrmann, Andreas Englert und Christine Andes, „können die Aufführungen mit relativ kurzem Vorlauf von wenigen Wochen nachgeholt werden.“

Das heißt: Nach Ende eines Lockdowns und wenn wieder zumindest ein kleines Publikum zugelassen wird, werden die Proben und Vorbereitungen wieder aufgenommen und ein neuer Termin so schnell wie möglich angesetzt. Die Mitspieler – Kinder und Jugendliche im Alter von elf bis 18 Jahren – fiebern dem „Neustart“ entgegen und wollen ihr Stück präsentieren, das sogar einer aus den eigenen Reihen, Ben N. Leenen, selbst geschrieben hat.

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Außerdem steht noch die turbulente Boulevard-Komödie „Nichts als Kuddelmuddel“ auf dem Spielplan. Ein Ensemble um Regisseur Roland Koob wollte dieses Stück im Mai 2020 präsentieren, was im März abgesagt werden musste. Die Bühne im Paulusheim ist bereits dafür umgebaut und tapeziert worden.

Alternative mit kleiner Besetzung

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Vieles war fertig vorbereitet – und wartet auf seinen Einsatz. Wenn möglich, möchten die TSG-Verantwortlichen ihr Publikum mit der „Kuddelmuddel“-Komödie in diesem Jahr zum Lachen bringen. Sollte das aufgrund von Corona schwierig werden, da immerhin acht Mitspieler recht eng miteinander auf der Bühne agieren müssten, denkt der Vorstand bereits über Alternativen nach: Man könnte eventuell ein Stück mit ganz kleiner Besetzung präsentieren oder Loriot-Sketche wieder aufnehmen, vielleicht bei einer Veranstaltung im Freien.

An Ideen mangelt es nicht. Und auch nicht am Engagement: Was möglich war, wurde 2020 gemacht, zum Beispiel die Teilnahme am Lorscher Sommerpark, an der Christbaumaktion, ein Stammtisch im Freien und eine Putzaktion im Paulusheim-Bühnenkeller mit kleiner „Besetzung“. Was möglich ist, soll auch 2021 stattfinden. chm