Offene Kirche - Barbara Boll und das Bollwerk-Trio ernteten tosenden Applaus für ihr Konzert Halleluja als Zugabe in St. Nazarius

Von 
Christa Flasche
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Die katholische Kirche St. Nazarius war im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Offene Kirche“ erneut in einer besonderen Atmosphäre zu erleben. Für die Musik sorgte die Band „Bollwerk“. © Zelinger

Lorsch. Ihre Stimme füllt auch mühelos Orte wie St. Nazarius. Im quasi voll besetzten Gotteshaus begeisterte die Sängerin Barbara Boll mit ihrer ausdrucksstarken, fulminanten Stimme erneut und zog viele Fans in die Kirche. Es war auch diesmal ein Konzert der Extraklasse, welches das bekannte Bollwerk-Trio seinen Gästen bot.

Erster Auftritt mit 18 Jahren

Barbara Boll kam im Alter von 18 Jahren über eine Karaokeeinlage zum Singen.

Damit landete sie beim damaligen Publikum einen Volltreffer. Bald folgten ab 1995 erste öffentliche Auftritte und findige Musiker wurden auf sie aufmerksam.

2005 folgte die Gründung der ersten eigenen Band. Wo Boll draufsteht, ist auch Boll drin, so ihr Motto und der Name „Bollwerk“ entstand. Mit dieser Formation ist sie heute in allen Varianten unterwegs. cf

Hunderte Kerzen brannten

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Die ehrenamtlich Aktiven rund um Stephan Straub verwandelten die katholische Kirche beim diesjährigen ersten Konzert im Rahmen von „Offene Kirche“ wie gewohnt mit Hunderten brennender Kerzen und einer Lichtillumination zu einem ganz besonderen Ort. Die Sängerin Barbara Boll zählt seit Jahren zu den festen Größen in der Region und man kennt sie und das Trio durch viele Straßenfeste und als Party-Band. Wie groß ihre musikalische Bandbreite ist, bewiesen die Mitglieder der Formation erneut und stellten ein ganz besonderes Repertoire zusammen. „Anfangs waren es 28 Lider, dann 15 Songs und am Ende blieben elf für das Lorscher Konzert übrig“, sagte die Sängerin schmunzelnd. Die Frontfrau Boll bekam Unterstützung von Patrick Embach (Piano/Gesang) und Matthias Klöpsch (Gitarre/Gesang).

Barbara Boll sah ihren Part nicht nur als Sängerin. In charmanter Weise erzählte sie zu jedem Stück eine kleine Geschichte. Einmal ging es um die Entstehung des Liedes, ein anderes Mal schwärmte sie und ließ das Publikum damit wissen, dass das Stück zu ihren Lieblingstiteln gehört.

Patrick Embach und Matthias Klöpsch beeindruckten nicht minder. Auch deren Stimmen sorgten beim Publikum für Gänsehaut. Der Titel „Liebe meines Lebens“ zählte hier genauso dazu wie „I Don’t Want to Miss a Thing“ (Ich möchte nichts verpassen), eine Rockballade der US-amerikanischen Hard-Rock-Band Aerosmith und das Lied als Teil des Films Armageddon.

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Die hervorragenden, fulminanten Stimmen und die besondere Akustik von St. Nazarius hätten nicht besser im Inneren des Gotteshauses zur Geltung kommen können.

Immer noch etwas Lampenfieber

„Ihr habt doch viele Auftritte, da kann man doch kein Lampenfieber mehr haben“, sagte Boll zwischendurch. Doch, so gestand sie, selbst bei diesem Konzert habe davon noch etwas mitgeschwungen. Solche und andere Bemerkungen zwischendurch, ließ Boll durchblicken, kämen immer „aus dem Bauch heraus“, wie sie es formulierte. Das Publikum in Lorsch applaudierte auch dazu und schätzte die sehr lockere Art, wie sich die Band selbst an dieser Stelle gab.

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Mit dem sehr gefühlvollvorgetragenen „Crying in the Rain“ setzte das Trio einen weiteren Akzent. Immer weder applaudierte das Publikum lautstark und Barbara Boll bedankte sich bei den Gästen für deren langjährige Treue und so manch daraus entstandene Freundschaft. „Ganz herzlichen Dank auch an die Organisatoren, die den wunderbaren Rahmen für die Veranstaltung geschaffen und uns eingeladen haben“, ergänzte sie.

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Dass die Frontfrau Barbara Boll die Kombination aus fulminanter Stimme mit auch zarten Tönen beherrscht, bewies sie nicht nur einmal während des gut einstündigen Konzerts. Auch „Nothing Compares“ gehörte hier mit dazu.

Leonard Cohen zum Finale

Zum Abschluss gab es in St. Nazarius kein Halten mehr. Das Trio erntete für sein außergewöhnliches Konzert lang anhaltenden Applaus und Standing Ovations. Für das Publikum war es schon früh klar, dass es noch eine Zugabe sein musste – und die gab es dann auch. Mit dem legendären „Halleluja“ des unvergessenen Leonard Cohen verabschiedete sich das Trio und erhielt erneut tosenden Applaus.

Dem Lorscher Organisationsteam um Stephan Straub gelang es erneut, Musiker und Sänger im Rahmen der Veranstaltung „Offene Kirche“ zu gewinnen, die mit ihrem Konzert beim Publikum sicher noch lange in bester Erinnerung bleiben.

Freie Autorin