Fünfte Jahreszeit - Auch die Frauenfastnacht fällt in diesem Jahr der Pandemie zum Opfer Frauenbund muss Kräppelkaffee absagen

Von 
Anneliese Parzinger
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So fröhlich ging es beim Kräppelkaffee des Frauenbundes 2020 zu. In diesem Jahr muss die Fastnachtsveranstaltung abgesagt werden. © PARzinger

Lorsch. Normalerweise herrscht bei den Damen des katholischen Frauenbundes Lorsch um diese Zeit Vorfreude auf die bevorstehenden Fastnachtsveranstaltungen. Die Kräppelkaffee genannten Sitzungen erfreuen sich regelmäßig großer Beliebtheit. Aufgrund der Corona-Pandemie sind aber natürlich auch diese Termine der fünften Jahreszeit gestrichen.

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Die Fastnachtshüte und -verkleidungen müssen im Schrank auf dem Speicher bleiben und die schon vorbereiteten Texte werden für das kommende Jahr aufgehoben. Schließlich heiße es, so sind sich die Vorsitzende Walfriede Heinz und ihr Vorstandsteam einig: „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.“

Traurig ist man beim Frauenbund darüber, dass es für zahlreiche Seniorinnen schon fast ein Jahr lang kaum mehr gesellige Termine gibt. Selbst Glückwünsche zum Geburtstag dürfen nicht mehr persönlich überbracht werden. Und auch Krankenbesuche müssen aufgrund der Beschränkungen ausfallen.

Planungen mit Fragezeichen

Obwohl man im Vorstand mit Zuversicht in die Zukunft schaue, befürchtet Walfriede Heinz, dass auch andere Aktivitäten und Veranstaltungen des Frauenbundes in diesem Jahr noch ausfallen könnten. So etwa der geplante Ausflug ins Theater nach Ötigheim, das Pfarrfest, die Fronleichnamsprozession oder das Erntedankfest des Frauenbundes oder der Besuch eines Weihnachtsmarktes.

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Letztlich bleibt Walfriede Heinz nur, allen Mitgliedern „Zuversicht und Geduld beim Aussitzen der Pandemie“ zu wünschen. Einen Fastnachtsvers gibt es diesmal nur in gedruckter Form: „Die Fastnacht fällt wegen Corona aus. Wir Frauen bleiben traurig zuhaus‘. Schauen mit Zuversicht aufs nächste Jahr, dann sind wir mit Frauenpower wieder da. Wenn alles vorüber ist, gibt es wieder grünes Licht.“

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