Lauresham digital - Was in Lorsch geboten wird, interessiert international Feuermachen kommt immer gut an

Von 
sch
Lesedauer: 

Nur einen Handgriff braucht man heutzutage, schon brennt eine Kerze oder ist eine Zigarette angezündet. Und Streichhölzer und Feuerzeuge, beides Erfindungen des frühen 19. Jahrhunderts, sind längst spottbillig zu haben. Wie man früher ein Feuer entfachen musste, das wird Frank Trommer beim Lauresham-Workshop zeigen. Der Schmied und Archäotechniker zeigt verschiedene Methoden, unter anderem die Technik mit Feuerschläger und Stein.

AdUnit urban-intext1

Anfängern gelingt es möglicherweise nicht sofort, auf diese Weise Feuer zu machen. „Für uns erscheint das mühsam“, räumt Trommer auf Nachfrage ein. „Früher hat das aber jeder gekonnt“, ergänzt er. Als Archäotechniker, der Erfahrung damit hat, gelingt es ihm ebenfalls in wenigen Sekunden, Glut zu erzeugen.

Feuer ist ein beliebtes Thema in Lauresham. © Lauresham

„Feuermachen kommt immer gut an“, weiß Claus Kropp mit Blick auf bisherige Lauresham-Thementage. Der Lauresham-Leiter freut sich deshalb, dass er Frank Trommer für den virtuellen Workshop am 7. März gewinnen konnte.

Auf digitale Angebote setzt Kropp im Lockdown, um die Lauresham-Interessierten auf diese Weise dennoch zu erreichen und ihnen ein Mitmachen zu ermöglichen. Man wolle „proaktiv“ statt passiv sein, erläutert der Historiker.

AdUnit urban-intext2

Virtuelle Workshops könnte es allerdings auch nach der Pandemie noch hin und wieder geben. Schließlich lässt sich so auch Publikum erreichen, dass sehr weit entfernt ist und zum Saison-Start kaum nach Lorsch fahren würde. Von Online-Besuchern aus Flensburg weiß Kropp zum Beispiel.

Experten aus China dabei

Der Lauresham-Leiter wird die moderne Technik auch gerne erneut für die Tagung zum Thema Zugtiere nutzen, die er in diesem Jahr ausrichtet. Teilnehmer aus 15 Ländern haben sich bereits angemeldet, berichtete er gestern. Sogar aus China und Kolumbien werden sich Fachleute zuschalten. sch