Projektbeirat - Bürgermeister erwarten Verbesserung für die Region Entscheidende Phase für die ICE-Trasse beginnt

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Lorsch/Einhausen. Noch sind nicht nur viele Fragen zur ICE- und Gütertrasse zwischen Frankfurt und Mannheim offen, sondern auch einige zum Projektbeirat. Das genaue Datum, an dem die Runde erstmals zusammenkommt ebenso wie die exakte personelle Zusammensetzung zum Beispiel. Sicher ist aber, dass das erste Treffen im April stattfinden wird. Sicher ist auch, dass neben je einem Vertreter von „Mensch vor Verkehr (MvV“), der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Nabu und BUND sowie den Bergsträßer Bundes- und Landtagsabgeordneten und dem Landrat auch die Bürgermeister von Lorsch und Einhausen als Teilnehmer gesetzt sind. Christian Schönung und Helmut Glanzner sehen die Tatsache, dass der Beirat nun eingerichtet wird, als wichtigen Zwischenerfolg an, wie sie in einem Pressegespräch betonen.

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Es handle sich um eine „entscheidende Phase“, so die Bürgermeister zu den Online-Beratungsrunden mit nur etwa 20 Teilnehmern. Die Beschränkung auf wenige fachkundige Köpfe, darunter auch von der Bahn, werde den Beirat zur besonders arbeitsfähigen Runde machen. Der Beirat sei eine gute Sache, die Region müsse für eine gute Mannschaftsaufstellung sorgen. Ziel ist es, das gewaltige Verkehrsprojekt zu realisieren, dabei aber für die Bergsträßer den bestmöglichen Schutz zu erreichen. An der Forderung für einen Tunnel in bergmännischer Bauweise halten die Verwaltungschefs fest.

Zuversichtlich zeigen sich Schönung und Glanzner, dass sich an der von der Bahn präsentierten Vorzugsvariante in der nun folgenden Detailuntersuchung einiges im Sinne der Region optimieren lasse. Sie sehen nun grundsätzlich die Bahn am Zug, sich auf die Forderungen der Region zuzubewegen. Lorsch, Einhausen sowie MvV hätten bislang keinen konfrontativen Kurs gegen das Bauprojekt eingeschlagen.

Ein Konsens bei den Forderungen, die über die gesetzliche Norm hinausgehen, wäre für alle Beteiligten von Vorteil. Denn je schneller sich eine Einigung bei den Anliegen der Region erzielen lasse, desto zügiger kann gebaut werden. Je rascher die Bahn mit der Region eine Lösung fixiere, je weniger Widerstand sei anschließend zu erwarten. Käme es dagegen im Rahmen des Planfeststellungsbeschlusses zu einer Klage vor Gericht, weil die Bergsträßer Forderungen missachtet würden, ginge die Zeitverzögerung ins Geld.

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Die Detailarbeit im Projektbeirat dient der Vorbereitung der sogenannten Parlamentarischen Befassung im Bundestag. Im Bergsträßer Gremium soll jetzt festgelegt werden, worüber konkret ab dem Jahresende in Berlin beraten werden soll. Der Projektbeirat ist es, der festschreibt, welche Forderungen in die Bundestagsbefassung zusätzlich aufgenommen werden. Die Parlamentarier entscheiden über die Bereitstellung möglicher zusätzlicher Gelder aus Steuermitteln. sch