Platzkonzert - Gruppe Legends of Life begeisterte im Zentrum Ein Sound, der unter die Haut ging

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ted
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Die Gruppe Legends of Life spielte im Zentrum auf. © Helmling

LORSCH. Beim achten Platzkonzert blies die Gruppe Legends of Life (LOL) der historischen Altstadt von Lorsch musikalisch Leben ein. Neun Mann und zwei Sängerinnen standen am Sonntagnachmittag auf dem Rathaus-Vorplatz mit ihren Instrumenten, um abzuliefern. Sie unterhielten ihr Publikum mit Vertrautem fabelhaft. Lautsprecher verstärkten den Sound, der bei der Zuhörerschaft unter die Haut ging.

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Die Gruppe LOL spielte mit vier Bläsern: Trompete, Posaune, Tenorsaxophon und Baritonsax. Die Bläser wurden unterstützt durch Schlagzeug, Keyboard, zwei Gitarren und einem Bass. Zusätzlich traten die zwei Sängerinnen auf.

Angefangen hat alles mit Soul. Vor drei Jahren trafen sich die elf Musiker zu ihrer ersten Probe. Ralf Würsching trommelte die Truppe damals zusammen. Alle sind gestandene Musiker aus Lorsch, Einhausen, Bürstadt, Hofheim und Bensheim, teilweise in der Swing- und Jazzszene oder der klassischen Musik beheimatet. Im Laufe der Zeit kamen auch Rhythm and Blues und Coversongs aus dem Pop- und Rockgenre der 60er Jahre bis heute hinzu.

Bekannte Titel neu interpretiert

Die Lieder werden nicht einfach eins zu eins nach gespielt. LOL interpretiert manchen bekannten Soul- oder Rocktitel neu und wie selten gehört, was dann auch schon mal jazzig klingt – eine Frage der Variationsbreite. Hier und da werden die schnelleren Beats auf der Lorscher Muckenmeile zwischen Altem Rathaus und Kulturerbe Kloster etwas herausgenommen oder die Musiker packen noch eine kleine Schippe Dynamik drauf.

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Manchmal werden Songs leidenschaftlich eigenwillig. Ihren Stil hat die Band gefunden. Auch in der Auswahl ihrer Instrumente unterstreichen die Musiker ihre Art, mit der sie sich einen Namen machen wollen. Musikalisch haben sie mit dem allerersten Gig am Wochenende in der Klosterstadt ihre Visitenkarte abgegeben. Die Musik ging in die Beine. Das Publikum in den umliegenden Cafés wippte ausgelassen und tänzelte eifrig im Takt zur groovigen Musik. Die 120 Minuten mit LOL fanden ein begeistertes Publikum.

Keine Musik aus der Retorte: Es wurde live chillig und schmetternd wie eine Big Band gespielt. Den Anfang machte „Celebration“ von Kool and the Gang. Im ersten von sechs Blöcken folgten Titel wie „Knock On Wood“, „Soulman“ von den Blues Brothers, Tina Turners „Proud Mary“ und nicht zuletzt „The Power Of Love“ (Huey Lewis) wie an einer Perlenschur hintereinander gereiht. Direkt danach „I Feel Good“ von James Brown und „Son Of The Preacherman“ von Dusty Springfield,

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Musik, die viel Spaß machte, von Donna Summer, Thelma Houston, Stevie Wonder und Amy Winehouse. Ein musikalischer Höhepunkt folgte dem anderen.

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Bassist Frank Opper aus Bensheim hatte auch die Moderation übernommen. Christian Knatz aus Lorsch verstärkte Melodienlinien mit dem Baritonsaxopfon und mit vielschichtigem Klarinettenspiel. Natascha Will-Wahlig – ebenfalls aus Lorsch – und die Bensheimerin Elke Opper traten als Solostimmen und bei mehrstimmigen Songs klanglichen aus dem Kollektiv heraus. Thomas Schader (Bürstadt) überzeugte am Schlagzeug. Dieter Thoma (Einhausen) und Oliver Preus (Bensheim) waren an der Gitarre und Thomas Becker (Bensheim) am Tenorsaxophon sehr präsent. Ralf Würsching aus Bensheim und Hans-Jürgen Lösch (Hofheim) hatten ebenfalls sichtlichen Spaß am Trompeten- und Posaunenspiel. Peter Nenortas war am Keyboard immer in Bewegung.

Das nächste Platzkonzert ist am 25. August (Sonntag) ab 15.30 Uhr im Zentrum. Dann spielt der Musikzug Laurissa Lorsch. ted