Seniorenkreis - Bibel-Auftrag, die Erde zu bewahren, war Thema Das Miteinander ist wichtig

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Lorsch. Mit Filmen und Ansprachen des Astronauten Alexander Gerst und des Menschenrechtlers Martin Luther King Jr. stieg der Pastoralreferent der Pfarrgemeinde St. Nazarius, Peter Schöneck, beim Seniorenkreis ins Thema „Soziales umweltfreundliches Verhalten“ ein. Zuvor begrüßte Gisela Schmitt, Leiterin des Seniorenkreises, Pfarrer Thomas Blöcher, der zunächst auf den Monat November hinwies. Dieser sei nicht nur der wettermäßig graueste, sondern enthalte auch zahlreiche Gedenktage, die an Trauer und Tod erinnern.

Gisela Schmitt bedankte sich bei Referent Peter Schöneck. © Parzinger
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Peter Schöneck lobte das gute ökumenische Miteinander der beiden Lorscher Kirchengemeinden und teilte den Anwesenden Arbeitsblätter aus, auf denen sie die wichtigsten Aussagen des Vortrages nachlesen konnten.

In einer Filmsequenz aus einer Raumkapsel sprach Alexander Gert eine Botschaft, die er für seine bis dahin ungeborenen Enkel aufgeschrieben hatte. Mit dem Blick auf die Erdoberfläche aus dem All bedauerte Gerst den weltweiten Umgang und rücksichtslosen Raubbau auf der Erde. Die Umweltschäden seien aus 400 Kilometern Höhe gut zu erkennen. Für diesen Frevel entschuldigte er sich dafür bei den nachkommenden Generationen. Schöneck lenkte den Blick aber auch auf das soziale Umfeld der Menschen. Wenn er auf diese Notwendigkeit aufmerksam machte, auf die verschiedenen kulturellen Reichtümer der Völker, der Kunst und Poesie, auf das innerliche Leben und die Spiritualität zurückzugreifen, dann bezog er sich auf die Enzyklika des Papstes Benedikt „Laudate Si“, in dem sich das Oberhaupt der katholischen Kirche Sorge um das „gemeinsame Haus“ macht.

Genauso wichtig wie die Bewahrung der Schöpfung sei die soziale Umwelt, das gute Miteinander der sieben Milliarden Menschen, die die Erde bevölkern. Dass dies nicht so ist, beweisen der Krieg in Syrien, politisch gefährliche Machthaber, die die Welt in Brand setzen können und Unterdrückung auf der Welt.

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In diesem Zusammenhang zeigte er einen kurzen Film von der Rede des Baptistenpfarrers und Bürgerrechtler Martin Luther King Jr., der als einer der herausragendsten Vertreter im gewaltfreien Kampf gegen Unterdrückung, Rassentrennung und soziale Ungerechtigkeit gilt. Diese Ungerechtigkeit gebe es auch heute noch und nicht nur in der sogenannten „dritten Welt“.

Schöneck suchte einen Weg, das Leben sozial und umweltfreundlicher zu verändern. Dazu könne jeder mit seinem Verhalten beitragen, machte er klar. Er verwies auf Franz von Assisi, der im 12. Jahrhundert als Sohn reicher Eltern, krank und angeschlagen aus dem Krieg zurückgekommen sei und danach ein einfaches Leben, ganz nah an der Natur lebte und alle Geschöpfe als gleichgestellte Geschöpfe ansah. Die Menschen seien Statthalter Gottes und hätten den Auftrag bekommen, die Erde zu bewahren. „Wir halten die Welt in unserer Hand“ und können sie zum Besseren wenden, so Schöneck. Gisela Schmitt dankte ihm für den Vortrag. par