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 Kläranlage - CDU-Fraktion regt Gespräche mit umliegenden Kommunen an Abwasser anderswo entsorgen?

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red
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Die Lorscher müssen seit diesem Jahr eine deutlich höhere Abwassergebühr zahlen. Diskutiert wird jetzt, ob die Kläranlage eigenständig bleiben soll. © Neu

Lorsch. Im Bereich der Abwasserentsorgung sollten aufgrund der anstehenden Investitionen weitere Optionen für die Zukunft der Kläranlage geprüft werden. Das teilt die Lorscher CDU mit. „Die aktuelle Gebührenerhöhung zulasten unserer Bürgerinnen und Bürger veranlasst uns dazu, alle Möglichkeiten auszuloten, mit denen die Gebührenlast reduziert werden können. Dazu gehört insbesondere die interkommunale Zusammenarbeit im Bereich des Abwassers,“ so CDU-Fraktionschef Ferdinand Koob und Vorsitzender Alexander Löffelholz.

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Bemühe man die Historie, dann falle auf, dass die CDU bereits vor dem Umbau der Kläranlage in den 1990er Jahren für eine interkommunale Lösung – zum Beispiel den Zusammenschluss mit Bensheim – plädiert hatte, schreiben Koob und Löffelholz in einer Mitteilung. Dabei wäre eine bessere Gebührenentwicklung zu erwarten gewesen. „Leider haben die Fraktionen von SPD und PWL damals das Vorhaben der Christdemokraten überstimmt“, so die beiden CDU-Mitglieder. Das „kommt uns heute sehr teuer“, stellen sie fest.

Gebührenbelastung reduzieren

Im Rahmen der anstehenden Haushaltsberatungen zum Haushalt 2021 werde die CDU-Fraktion einen Antrag stellen, mit welchem der Magistrat beauftragt werden soll, entsprechende Gespräche mit umliegenden Kommunen zu führen. Ermittelt werden solle, ob eine interkommunale Zusammenarbeit mit dem Ziel der Gebührenreduktion für die Bürger sinnvoll und finanziell vertretbar sei. Auch sollten mögliche weitere Planungsmittel hierbei betrachtet werden.

Maßnahmen längst präsentiert

Die Kritik, es lägen hierzu keine fundierten Informationen vor, weisen die Lorscher Christdemokraten entschieden zurück. In einigen Sitzungen, unter anderem in einer Ausschusssitzung im Oktober 2019, seien alle Details zu den Maßnahmen ausführlich vom Leiter der Kläranlage vorgestellt. „Hier war bereits klar, wohin die Reise geht und dass enorme Kosten auf uns zukommen werden“, erklären Ausschuss-Vorsitzender Olaf Jünge und Jürgen Sonnabend.

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Zudem sei in der Runde der Fraktions- und Gremienvorsitzenden, im Magistrat sowie in weiteren Ausschusssitzungen im Jahr 2020 darüber beraten worden.

Auch die Presse habe über das Thema mehrfach berichtet. Ergänzend dazu habe die CDU sich auch bei einem Rundgang vor Ort in der Kläranlage und am Pumpwerk zu Beginn des Jahres 2020 umfassend informiert. „Von einem Mangel an Informationen kann nicht die Rede sein – man muss sich allerdings auch mit diesen beschäftigen“, heißt es in der CDU-Mitteilung.

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Ziel der Christdemokraten sei es, zukünftig die Gebührenbelastung reduzieren zu können. Dazu dürften keine Denkverbote gelten, sondern es müssten alle Optionen zum Wohle der Menschen in Lorsch betrachtet werden, betonen Koob und Löffelholz. red