Zwei Meter Abstand reichen aus

Von 
Philipp Kriegbaum
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Die Freiburger Hochschule für Musik erklärt in ihrer Risikoeinschätzung vom 6. Mai: „Die Verbreitung des Corona-Virus als Auslöser der Covid-19 Erkrankung erfolgt hauptsächlich durch Aerosole, welche die Viren durch die Luft tragen. Ein Aerosol (ein Kunstwort aus altgriechisch aeros = Luft und lateinisch solutio = Lösung) ist ein heterogenes Gemisch aus sehr kleinen Schwebeteilchen in einem Gas.“

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Zunächst waren Fachleute der Auffassung, dass beim Singen das Risiko einer Ansteckung besonders hoch sei, weil die Tröpfchen weiter in den Raum geschleudert würden als beim Sprechen. Die Freiburger Uni hatte am 25. April einen Mindestabstand von drei bis fünf Metern empfohlen, hat sich aber nun korrigiert: „Bei Chören ist es nach den neuesten Messungen unserer Meinung nachausreichend, wenn Abstände von mindestens zwei Metern zwischen den Sängerinnen und Sängern, eingehalten werden“, heißt es in der Aktualisierung vom 6. Mai.

Zu einem ähnlichen Ergebnis ist die Universtität der Bundeswehr in München gekommen. Experimente „zeigten eindeutig, dass die Luft beim Singen nur in der unmittelbaren Umgebung des Mundes in Bewegung versetzt wird … Eine Virusausbreitung über die beim Singen erzeugte Luftströmung ist daher über diese Grenze hinaus äußerst unwahrscheinlich“, berichtet das Institut für Strömungsmechanik und Aerodynamik der Hochschule am 8. Mai. ppp