Heinrich-Böll-Schule - Sechstklässler erarbeiten im Deutschunterricht Präsentationen mit dem Computer Schüler lernen Tablets als Werkzeug im Unterricht kennen

Von 
red
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Fürth. Das klassische Hilfsmittel bei einer Präsentation in der Schule ist das Poster oder Plakat. Darauf finden sich Stichpunkte, Bilder und Grafiken, mit denen Schüler ihren Vortrag illustrieren und anschaulicher gestalten.

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Im Zeitalter neuer Medien rücken Poster allerdings immer stärker in den Hintergrund. Jugendliche nutzen bei Präsentationen meist Power-Point, um einen möglichst informativ-unterhaltsamen Vortrag zu gestalten. Doch längst gibt es weitere interessante und einfach einzusetzende Medien, wie Sechstklässler der Heinrich-Böll-Schule (HBS) in Fürth bestätigen können. Sie verwenden im Deutschunterricht iPads.

Dass Präsentationstechniken möglichst frühzeitig gelernt werden müssen, ist für das Kollegium an der integrierten Gesamtschule selbstverständlich. Technikaffine Pädagogen wie Sebastian Brenneis setzen verstärkt auf neue Medien, ohne die bewährten Mittel außer Acht zu lassen. Da die HBS über eine ausreichende Zahl an iPads verfügt, nutzt Brenneis diese Geräte regelmäßig in seinem Unterricht.

„Ich gebe den Schülern die Möglichkeit, sich mit diesen Geräten vertraut zu machen“, erklärt der Deutschlehrer. Jüngst beschäftigte sich die Gruppe mit dem Thema Recycling-Papier. Die Schüler erhielten Sachtexte dazu, aus denen sie wichtige Informationen herausfiltern mussten. Dann hatten sie die Aufgabe, diese Informationen zu bündeln und als Präsentation zu verarbeiten. Dabei war es wichtig, die Folien sinnvoll zu strukturieren und möglichst logische Übergänge zu schaffen.

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„Der Vorteil der iPad-Nutzung liegt auf der Hand: Die Handhabung ist deutlich einfacher als die Verwendung des Power-Point-Programms. Die Schüler sind sehr konzentriert bei der Sache und gestalten intuitiv sehr übersichtlich und informativ gestaltete Seiten“, betont Sebastian Brenneis. Das eher nüchtern-trockene Methodentraining werde für die Schüler zu einem spannenden Lernprozess.

Die in Zweier- oder Dreiergruppen erstellten Präsentationen wurden abschließend projiziert und im Plenum besprochen. „Es war erstaunlich zu sehen, wie intensiv die Schüler gearbeitet und mit welch großer Selbstverständlichkeit sie das neue Medium eingesetzt haben“, bilanzierte Brenneis. Das Beispiel zeigt, dass die HBS sich der digitalen Welt nicht verschließt, sondern auf bedachte Weise neue Medien im Fachunterricht gebraucht. red