Lindenfelser Haushalt - Wählergemeinschaft kritisiert Aussagen des Rathauschefs LWG wirft Bürgermeister Wahlkampf vor

Von 
red
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Lindenfels. Die Lindenfelser Wählergemeinschaft (LWG) wittert Wahlkampf in Aussagen des Lindenfelser Bürgermeisters Michael Helbig über den Lindenfelser Haushalt, in denen der Rathauschef Bezug auf Vorgänge vor seiner Amtszeit nimmt. Helbig zeichne ein überaus positives Bild vom jetzigen Lindenfelser Haushalt. „Soweit er sich im Zeitraum seiner Amtszeit bewegt, muss man das hinnehmen. Wenn er, wie geschehen, frühere Zeiten anspricht und diese kritisiert, macht er Wahlkampf. Aber Wahlkampf ist für Helbig 2021 tabu“, kritisiert die LWG. Helbig ist für die Kommunalwahl am 14. März Wahlleiter der Stadt. Als solcher sei er dem Neutralitätsgebot unterworfen – „und das nicht so nebenbei, sondern absolut“, betonen die Vertreter der LWG.

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Er müsse sich entscheiden, ob er Wahlleiter oder Wahlkämpfer sein will. Helbig ist als parteiunabhängiger Kandidat zum Bürgermeister gewählt und 2018 im Amt bestätigt worden, hat aber ein Parteibuch der SPD.

Was den Haushalt 2021 betreffe, sei besonders auf die Gebührenhaushalte für Abwasser und Wasser zu schauen. Die Haushalte Abwasser und Wasser schließen demnach mit größeren Verlusten wegen erhöhter Verwaltungskostenumlage ab. „Auch unter der Annahme, dass eventuelle Rücklagen vorhanden sind und gegengerechnet werden könnten, bleibt im Wasserhaushalt eine Unterdeckung und ein Verlustvortrag auf neue Rechnung 2022“, heißt es in der Stellungnahme der LWG. Eine Gebührenanpassung unterbleibe, „die passt vor der Wahl nicht in die politische Landschaft, das dicke Ende folgt dann 2022“, unterstellen die Autoren.

„Kein Scherbenhaufen“

lnvestitionen seien nach der Lesart von Bürgermeister Helbig Vermögenszuwächse. Das könne man so sehen, soweit es die Habenseite der Bilanz betreffe und die Sollseite mit den Darlehen ausgeblendet werde, am Ende des Jahres 2021 seien es 12 Millionen Euro.

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Mache man sich Helbigs Sichtweise zu eigen, habe sie generell zu gelten und nicht erst und selektiv ab seiner Amtszeit.

Die LWG nennt im folgenden mehrere Errungenschaften aus den Jahren vor Helbigs Amtszeit und tritt damit dem Vorwurf entgegen, sie und die CDU hätten einen „Scherbenhaufen“ hinterlassen. Da seien etwa die Einfache Stadterneuerung mit der Förderung privater Bausanierung, die Begrünung an der der B 47, Sanierung und Ausbau des Torhauses, des Ratssaales, des Tourismusservice, Bau der Kindertagsesstätte in Winterkasten, Erweiterung der Kindertagesstätte in Lindenfels, Sanierung des Hauses Baureneck, Bau des Sportzentrums Lindenfels, Beteiligung am Bau der Sporthalle, Bau des Feuerwehrhauses in Schlierbach, Anschaffung mehrerer Fahrzeuge der Wehren mit Löschwasservorrat, Sanierung des Hochbehälters Schlierbach und vieles mehr.

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Die Lindenfelser Wählergemeinschaft biete zur Wahl am 14. März, – „auch vorher zur Briefwahl“ – Alternativen an und setzt auf die Wähler, die ihre Wahlentscheidung mit kühlem Kopf treffen und sich nicht von „Gehässigkeiten und einem Bauchgefühl“ leiten lassen. red