Stadtverordnetenversammlung - Wählergemeinschaft zum Aus für die Fraktionsgemeinschaft LWG vermisst bei der CDU partnerschaftliches Handeln

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red
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Lindenfels. Die Lindenfelser Wählergemeinschaft (LWG) hat in einer Pressemitteilung zur von ihrer Seite aus betriebenen Auflösung der Fraktionsgemeinschaft mit dem CDU-Stadtverband Stellung genommen, über die die Christdemokraten am Mittwoch informiert hatten.

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Die LWG kritisiert, die Presseerklärung der CDU lasse vermuten, die Wählergemeinschaft habe die Zusammenarbeit „aus einer Laune heraus“ aufgekündigt. Die elf Mitglieder der gemeinsamen Fraktion – die ausnahmslos zur LWG, aber nicht zur Lindenfelser CDU gehören – sowie alle Aktiven in den Stadtteilen hätten jedoch „die Fraktionsgemeinschaft im Wortsinne verstanden und auch so gehandelt“.

Vonseiten der CDU sei das seit 2016 nicht mehr so gewesen. „Es ist nicht zu kritisieren, wenn neue Leute zu anderen Einschätzungen gelangen, andere Prioritäten setzen und auch danach handeln“, heißt es in der Pressemitteilung der LWG.

Der Bitte der Wählergemeinschaft an die Mitglieder der CDU, sich in die Fraktionsarbeit auch ohne Mandat einzubringen und die LWG-Stadtverordneten, „wie es sich für Partner gehört, zu unterstützen“, sei nicht nachgekommen worden. Im Gegenzug sei die Arbeit im Stadtparlament, wie aus der Presseerklärung der CDU ersichtlich, pointiert benotet worden.

„Finanzen laufen aus dem Ruder“

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Eine Anfrage der Wählergemeinschaft vom Januar zur Fortsetzung der Fraktionsgemeinschaft, mit der Bitte, sich definitiv auch mit Blick auf die Kommunalwahl zu erklären, sei in einer Weise beantwortet worden, „dass man zu dem Schluss kommen musste, es besser zu lassen“, schreiben die Autoren der LWG-Pressemitteilung.

„Die Entscheidung, nach über einem Jahr der Überlegungen und Abwägungen in der LWG und 56 Jahren gemeinsamer Zusammenarbeit, haben wir uns nicht einfach gemacht. Das möchten wir klarstellen“, fahren sie fort. Sie bedauerten sehr, diese Entscheidung treffen zu müssen. Festzuhalten und zu betonen sei aber, dass sich der Beschluss der LWG nicht gegen die CDU Lindenfels oder die CDU als Ganzes gerichtet habe, sondern das Ergebnis der Arbeit der derzeit handelnden Parteispitze sei.

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Welche Vertreter in Zukunft über Lindenfels entscheiden dürfen, werde die Kommunalwahl im kommenden Jahr zeigen. Bis dahin gelte es, die „aus dem Ruder laufenden Finanzen zur Vermeidung weiterer Grundsteuererhöhungen durch unsere Arbeit in der Stadtverordnetenversammlung und in den Ausschüssen auf Kurs zu halten“. red