Evangelische Kirche Fürth - Gedichte von Mascha Kaléko werden vorgestellt Literaturcafé per Videokonferenz

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red
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Fürth. Mit Gedichten nah an den Menschen schrieb sich Mascha Kaléko in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in die Herzen ihrer Leser. Liebevoll und mit feiner Ironie beobachtete sie den Alltag ihrer Umgebung, häufig auch mit etwas Wehmut.

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Im Literaturcafé der Evangelischen Kirchengemeinde Reichenbach, das am Freitag, 12. März, ab 19 Uhr als Zoom-Meeting stattfindet, stellen Elisabeth und Hermann Birschel Gedichte Kalékos vor. Es wird auch die Gelegenheit zum Gespräch geben, Beobachtungen und Entdeckungen können miteinander geteilt werden. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine Voranmeldung an Gemeindepädagogin Birgit Ruoff über per E-Mail (Birgit.Ruoff@ekhn.de) ist erforderlich. Telefonisch ist Ruoff per Handy erreichbar: 0160/99718843.

Kalékos Gedichte sind eine Mischung aus Sanftheit, Witz und Melancholie. Im damaligen Galizien geboren und in Berlin großgeworden gehörte sie zum Kreis populärer Intellektueller und Künstler wie Erich Kästner, Else Lasker-Schüler oder Joachim Ringelnatz, die sich im Berliner Romanischen Café trafen. Sie veröffentlichte Gedichte erst in verschiedenen Zeitungen und bald erfolgreich ihre ersten Bücher. Mit den Judenpogromen der NS-Zeit verschwand die Leichtigkeit aus ihrem Leben. Aufgrund der Verfolgung der jüdischen Bevölkerung floh sie 1938 mit ihrer Familie in die USA, konnte aber nur schwer dort Fuß fassen, zumal Englisch nicht ihre Muttersprache war.

Nach dem Krieg fand sie in Deutschland wieder ein Publikum und kam mehrmals zu Lesereisen, so schwer ihr der Weg nach Deutschland zunächst fiel. 1960 wanderte die Familie nach Jerusalem aus, wo sie nie heimisch wurde. Ein schwerer Schlag war der Tod ihres einzigen Sohnes 1968. 1975 starb sie selbst in Zürich, gut ein Jahr nach ihrem Mann.

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Nach der Anmeldung zum Literaturcafé wird der Zugangslink per E-Mail zugesandt. Wer vorher Zoom üben möchte, kann sich bei Birgit Ruoff melden. red