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Kommunalpolitik

Lindenfelser Freibadsanierung hängt von Zuschüssen ab

Von 
Konrad Bülow
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Bis klar ist, wie die Sanierung des Lindenfelser Freibads aussehen wird, sind noch einige Debatten in den Lindenfelser Gremien nötig. © Zelinger

Lindenfels. Es ist noch ein weiter Weg zu gehen, bis am Lindenfelser Freibad die Bauarbeiter Hand anlegen, um die Freizeiteinrichtung auf Vordermann zu bringen. Das wurde in der jüngsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung deutlich. Als einen ersten Schritte hat das Gremium einstimmig beschlossen, den Magistrat der Stadt mit der Suche nach Fördermitteln zu beauftragen, mit denen die Sanierung gestemmt werden kann.

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Es liegt eine Vorplanung von einem Wiesbadener Planungsbüro vor, in der der Handlungsbedarf dargestellt wird. Drei mögliche Varianten für die Sanierung werden aufgezeigt. Sie alle sind zu teuer, als dass die Stadt sie sich ohne Hilfen leisten könnte. Die Kommune hat 1,8 Millionen Euro bereitgestellt. Die drei Varianten kosten zwischen 2,6 und 3,3 Millionen Euro.

Landesprogramm reicht nicht

Der Auftrag an den Magistrat lautet deshalb, Höhe und Kriterien für einen Zuschuss aus dem Bundesförderprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ zu erfragen. Außerdem soll er ausloten, aus welchen weiteren Bundes- und Landesmitteln zusätzliche Fördermittel beantragt werden können.

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Den Antrag dazu hatten SPD, Grüne und FDP gestellt. Nach Ansicht der Freidemokratin Inge Morckel ist die teuerste Lösung auch die beste. Vorgesehen ist dabei eine Vollauskleidung des Beckens mit Edelstahl. „Wir wollen ein attraktives Bad, und das mit möglichst wenig Eigenleistung“, sagte Morckel.

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Es sei wichtig, ein Konzept für die Sanierung zu erarbeiten. Zunächst müssten aber alle Mittel der Finanzierung ausgeschöpft werden. Das sei sinnvoller als der umgekehrte Weg, erst ein Konzept zu beschließen und dann auf Förderung zu hoffen. Die erhofften Zuschüsse aus dem Landesprogramm Swim alleine reichten nicht aus. Etwa eine Million Euro könnten dabei für Lindenfels drin sein.

Es gelte, Möglichkeiten zu sammeln, ergänzte SPD-Fraktionschef Thomas Bauer. Sobald ein Konzept erarbeitet sei, könne es an die dann bekannten Stellen verschickt werden, mit der Hoffnung auf möglichst viele positive Rückmeldungen.

Die CDU unterstütze den Antrag vollumfänglich, betonte ihr Fraktionschef Peter Kurfürst. Allerdings hätten die Christdemokraten den Beschluss gerne mit einem Datum versehen. Und eigentlich sei der Auftrag ohnehin ureigenste Aufgabe einer Stadtverwaltung.

Beispiel Fränkisch-Crumbach

Kurfürst hob das Beispiel der Gemeinde Fränkisch-Crumbach hervor, die auch mit Hilfe des Bundestagsabgeordneten aus ihrem Wahlkreis zwei Millionen Euro an Förderung bekommen habe. „Wenn eine Gemeinde mit 3300 Einwohnern 80 Prozent Förderung bekommen kann, können wir es auch“, sagte er. Kritik an der Stadtverwaltung kam von Kurfürsts Parteifreund Rangold Richter. Schließlich hätten sich die Lindenfelser schon 2015 für den Erhalt des maroden Freibads ausgesprochen, geschehen sei aber jahrelang nichts. Bürgermeister Michael Helbig verwies darauf, dass die Stadt zuvor nicht in der Lage gewesen sei, die Sanierung anzugehen. Bis 2018 stand die Stadt unter dem Schutzschirm des Landes Hessen, erst seit Ende 2015 sind die Haushaltspläne der Stadt nicht mehr defizitär.

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Darüber, wie die Sanierung genau aussehen soll, wird noch zu sprechen sein. Für dieses Jahr ist der Zug für einen Förderantrag sowieso schon praktisch abgefahren. Außerdem erscheint es nicht als in Stein gemeißelt, dass sich die Stadtverordneten für eine der drei Varianten des Planungsbüros entscheiden. Dieter Adolph (FDP) vermisste in den Entwürfen zum einen Ideen für die Finanzierung. Zum anderen enthalte es nur Vorschläge, um die Lebensdauer der Anlagen zu verlängern, aber wenig, das das Bad attraktiver machen könnte, kaum Anregungen für neue Attraktionen.

Auch Jochen Ruoff (Grüne) warf die Frage auf, ob ein neues Planungskonzept, möglicherweise von einem anderen Büro, gewünscht wird. „Es geht um viel Geld. Die Zeit, die wir uns nehmen, ist gut angelegt“, hob er hervor.

Redaktion Redakteur für das Ressort Lautertal/Lindenfels, Autor im Ressort Region. Bei Bedarf Unterstützer im Lokalsport

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