Grüne - Stadtverordnetenversammlung soll sich gegen die Erderwärmung einsetzen Lindenfels soll bei Projekt zum Klimaschutz mitmachen

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tm/red
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Lindenfels. Die Stadt Lindenfels soll sich nach dem Willen des Grünen-Stadtverbandes dem Projekt „Hessen aktiv: 100 Kommunen für den Klimaschutz“ anschließen. Die Grünen erinnern daran, dass der Kreis dem Projekt bereits vor zwei Jahren beigetreten sei. Es gehe darum, „eine gewisse Verlässlichkeit“ in der Klimapolitik zu sichern´, heißt es in einer Pressemitteilung.

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Ein Antrag der Grünen, den Klimanotstand zu erklären und auf konkrete Maßnahmen zu dringen, habe in der Stadtverordnetenversammlung keine Unterstützung gefunden und sei deshalb wieder zurückgezogen worden. „Da haben wir eine wichtige Chance verpasst, gemeinsam konkrete Schritte zu erarbeiten“, sagte Fraktionsvorsitzender Jochen Ruoff. „Wir werden uns im Stadtparlament aber weiter dafür einsetzen, dass für die Kommune dazu eigene Ziele benannt und umgesetzt werden“, so Marine Hervé, die zur Kommunalwahl am 14. März auf Platz 2 der Liste der Grünen steht.

An dem Klimaschutz-Projekt beteiligen sich nach Angaben der Grünen inzwischen mehr als 200 Städte, Gemeinden und Kreise. Es sei ein Bündnis, bei dem die Mitglieder für den Klimaschutz und zu den Folgen des Klimawandels tätig sind. Dazu erstelle jede Gemeinde einen Aktionsplan mit ortsbezogenen Maßnahmen zu Klimaschutz und Klimawandel. Als ein notwendiges Kriterium solle dabei alles, was die Stadt beschließe oder tue hinsichtlich der Energieeffizienz, seiner Nachhaltigkeit und Klimaunschädlichkeit überprüft und entschieden werden.

„Vieles ist in Lindenfels möglich“

„Das heißt zum Beispiel, in den Gebäuden der Stadt alle Möglichkeiten zu ergreifen, um den Verbrauch von Energie zu vermindern und regenerative Energien zu nutzen. Dazu gehört auch, die Bauvorschriften zu ändern. Wir sollten hier nicht nur das tun, was schon Vorschrift ist, sondern darüber alles tun, was dem Klima hilft. Das sind zum Beispiel effektive Heizsysteme, die ohne fossile Brennstoffe auskommen“, erläuterte Siegfried Schwarzmüller, der die Grünen im Magistrat vertritt. Auch Sanierungen im Altbestand, der Ausbau des Nahverkehrs und die Förderung der Elektromobilität seien wichtige Eckpunkte. Vieles sei in Lindenfels noch möglich.

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Die Änderung des Klimas mache auch in Lindenfels nicht nur der Natur, sondern auch den Menschen zu schaffen. Es müsse sich daher dringend etwas ändern. Zentrale Grundlage der Politik der Grünen sei dabei das Klimaabkommen von Paris sowie der Bericht des Weltklimarates zur Begrenzung der Klimaerwärmung auf 1,5 Grad. Jedes Zehntelgrad zähle, um das Klimasystem zu stabilisieren. Um dieses Ziel zu erreichen müssten alle etwas beitragen, und auch die Stadt Lindenfels könne etwas dazu tun. Die Lindenfelser Grünen beteiligten sich gerne an einem Wettbewerb der Ideen, um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen, schriebt die Partei in ihrer Mitteilung. tm/red