Jubiläumskonzert - Beim Auftritt in Reichelsheim zogen die Winterkäster Sänger alle Register ihres Könnens Liederkranz begeisterte sein Publikum

Von 
Christa Flasche
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Beim Jubiläumskonzert in Reichelsheim präsentierten sich der Männergesangverein Liederkranz Winterkasten (Bild) und seine Gäste in Bestform. © Funck

Reichelsheim. Es gab kaum mehr einen freien Platz in der Reichenberghalle – und das Publikum war begeistert. „Die Chöre singen ganz toll“, sagte eine Besucherin, als sie in die Pause ging. Solche Komplimente tun gut.

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Für sein Jubiläums-Konzert in Reichelsheim unter dem Motto „100 Jahre jung plus 25“ hatte sich der Männergesangverein Liederkranz Winterkasten ein bunt gemischtes Programm ausgedacht. Die Freude über das Konzert teilte der Chor mit den beiden Chören aus Beerfurth. Anfangs ging ein Dank an den Vorstand des Vereins und damit auch an Philipp Kriegbaum. „Ohne diese Menschen wären wir nicht hier“, sagte Moderator Rainer Zenz.

Gleich zu Beginn präsentierte der Liederkranz seinem Publikum ein russisches Stück mit eher melancholischem Hauch. Berge versetzte der Frauenchor Beerfurth im Anschluss mit einem Kontrast: „I Will Follow Him“ aus dem Film „Sister Act“.

Vor jedem Stück erzählte Moderator Rainer Zenz eine kleine Geschichte dazu. Das kam beim Publikum bestens an. Mit „Weit, weit weg“ von Hubert von Goisern brillierte der Liederkranz kurz vor der Pause. „Weit weg“ trifft für Goisern auf jeden Fall zu, denn er hat schon an vielen einsamen Fleckchen der Erde Musik entstehen lassen.

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Ein weiteres I-Tüpfelchen setzte die junge Solistin Shannen Katzenmeier. Für sie war es erst das zweite öffentliche Konzert. Die Solistin beeindruckte mit ihrer glasklaren Stimme und zog ihr Publikum schnell in den Bann. Zum Gesang begleitete sie sich selbst auf der Gitarre. Für ihre hervorragende Darbietung erntete Katzenmeier viel Applaus, und das Publikum ließ sie ohne Zugabe nicht von der Bühne.

In der Reichenberghalle hatte das Küchenteam in der Pause mit der Bewirtung der Gäste alle Hände voll zu tun. Danach traten der Liederkranz und der Frauenchor gemeinsam auf und eröffneten den zweiten Teil des Konzerts mit „Freude schöner Götterfunken“.

Klassiker und Modernes

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Passend zur Jahreszeit präsentierte der Liederkranz den Evergreen „Von der Traube in die Tonne“. Mit dem beeindruckenden „You Raise Me Up“ hatten sich die Winterkäster zudem für einen neueren Titel aus dem Jahr 2001 entschieden.

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Mit viel Applaus wurde der in Mundart umgetextete „Griechische Wein“ von Udo Jürgens bedacht. Die von Philipp Kriegbaum entwickelte Version hieß passend „Beim Xoangveoin“. Die lockere Showeinlage dazu saß, es gab viel Gelächter im Saal.

Der Liederkranz zählt rund 40 Aktive und das ist auch stimmlich imposant. Sängerwerbung ist trotzdem nötig, was Moderator Rainer Zenz charmant übernahm.

Auch der gemeinsame Männerchor Gersprenzkrabbe aus Winterkasten und Beerfurth kam nach der Pause auf die Bühne. Die beiden Chöre. Im ersten Stück ging es um einen Bettler in Rio, gefolgt vom Chorklassiker „Das Morgenrot“.

Vom Männergesangverein Eintracht Beerfurth hörte das Publikum das berühmte Stück „Kann es wirklich Liebe sein?“ aus dem Film „König der Löwen“.

Philipp Kriegbaum bedankte sich am Ende des Konzerts bei Jürgen Martini, der alle teilnehmenden Chöre leitet. Ein Dank ging auch an die Sänger, Shannen Katzenmeier und die vielen Unterstützer und Helfer hinter den Kulissen. Kurz vor dem Ende griff Joachim Schramm in die Tasten des Akkordeons und begleitete damit die Sänger aus Winterkasten.

Zugaben bekam das Publikum reichlich. Unter anderem in Form von „Es gibt nur Wasser“, und dem „Drunken Sailor“. Am Ende bedankten sich die Gäste noch einmal mit viel Applaus für das gelungene Konzert.

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