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Bildung - Die Reichelsheimer Schule hat ihre Abiturienten verabschiedet / Hinter ihnen liegt eine besondere Prüfungsphase

GAZ verleiht das 1000. Abiturzeugnis

Von 
red
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Reichelsheim. Das zweite „Corona-Jahr“ infolge haben Abiturienten an der Reichelsheimer Georg-August-Zinn-Schule (GAZ) die allgemeine Hochschulreife erworben. Nach mehreren Rotationen aus Distanz- und Präsenzunterricht standen Ende April zunächst die schriftlichen Prüfungen an, die pandemiebedingt anders als sonst abliefen. So konnten die Prüflinge diesmal aus vier, statt wie bisher aus drei Prüfungsvorschlägen auswählen.

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Darüber hinaus wurden landesweit Maskenpausen während der mehrstündigen Prüfungen gewährt. Die Bearbeitungszeit wurde sowohl in den Leistungs- als auch in den Grundkursen entsprechend verlängert. Unterstützung fanden die Abiturienten von Anfang an durch ihre Fachlehrer, Tutoren und die Studienleitung der GAZ. Aber auch Eltern und Freunde standen den jungen Menschen wertvoll zur Seite.

Durchschnitt von 2,15

Im Vorfeld organisierten sie für die Prüflinge ein Spalier aus bunten Unterstützungsplakaten, für die die Schule eigens mehrere Bauzäune vor dem Prüfungsgebäude aufgestellt hat. Als schließlich die mündlichen Prüfungen einen Schlussstrich unter ein Vierteljahr Prüfungsstress setzten, war den Abiturienten die Freude deutlich anzusehen. Denn gerade vor dem Hintergrund, dass die jungen Erwachsenen ihren Abschluss unter besonderen Umständen gemeistert haben, können sich die Ergebnisse sehen lassen, wie der stellvertretende Schulleiter Herwig Bendl bei der Zeugnisübergabe auf dem Sportplatz des Schützenvereins im Reichelsheimer Ortsteil Beerfurth betonte.

Der Abiturdurchschnitt an der Reichelsheimer GAZ liegt in diesem Jahr bei 2,15 und damit vor dem Landesdurchschnitt (2,33). Gleich 31 Schüler der GAZ haben ihr Abitur mit einer Eins vor dem Komma abgelegt. Die Bestnote von 1,1 ging an Berenike Ott, der besondere Würdigungen zuteilwurden.

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In seiner Rede betonte Bendl deshalb, dass es den Abiturienten gelang, Abschluss trotz aller Widrigkeiten der Pandemie zu bestehen. Die dabei immer wieder gezeigte Selbstständigkeit und Zielstrebigkeit seien wichtige Charaktereigenschaften für das gesamte weitere Leben. Für die Abiturienten brachten Lucien Abraham und Michelle Butschinski in ihrer Abiturrede zum Ausdruck, dass es kein einfacher Weg zum Abitur gewesen sei. „Ständig in Quarantäne gewesen zu sein und keine Abschlussfahrt gehabt zu haben – das ging nicht spurlos an uns vorbei. Dennoch haben wir es geschafft in einer so schweren Situation, die die ganze Welt auf den Kopf gestellt hat, alle Steine, die uns im Weg lagen, wegzuräumen und unser Abitur abzulegen“, so die Beiden unter dem Applaus ihrer Mitschüler.

Die vom Abikomitee der Jahrgangsstufe 12 und dem „Event-Team“ der GAZ organisierte Feier – inklusive der Zeugnisverleihung – erfolgte durch den stellvertretenden Schulleiter Herwig Bendl und durch Oberstufenleiter Martin Schmidl.

Ein ganz besonderer Moment der Abiturfeier war die Verleihung des 1000. Abiturzeugnisses der Schule an Fenja Heid. Völlig unwissend und auch sichtlich überrascht, nahm die junge Abiturientin das „Jubiläumszeugnis“ der Reichelsheimer Bildungseinrichtung im Konfettiregen entgegen. Zuvor sprachen Reichelsheims Bürgermeister Stefan Lopinsky und auch Schulsprecher Moritz Wellershoff Grußworte.

Besonders freuten sich die stolzen Eltern und Angehörigen der Abiturienten, dass die feierliche Zeugnisübergabe unter Wahrung der Abstands- und Hygieneregeln als Präsenzveranstaltungen unter freiem Himmel stattfinden konnte. Passend zur Feier des Tages spielte auch das Wetter mit – und so schien nach tagelangen heftigen Regenfällen den gesamten Abend die Sonne über dem Beerfurther Sportplatz. red

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