Sitzkissentheater - Beatrice Hutter präsentierte auf der Burg Lindenfels die Geschichte von Poly Popcorn, die gerne Seiltänzerin werden will Ein Zirkuskind hat es wahrlich nicht leicht

Von 
Jutta Haas
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Lindenfels. Die jüngsten Besucher kamen beim Sitzkissentheater auf der Lindenfelser Burg auf ihre Kosten und amüsierten sich bestens beim Auftritt des Zirkuskindes Poly Popcorn. Mit leicht verständlichen Scherzen und viel Gesang erzählte sie von ihrer Kindheit als Zirkuskind und ihrer Familie. Dazu gehören Papa Clown, Opa Dompteur und Löwenbändiger und ihre Mutter, die als Gemüsejongleurin und Köchin in Erscheinung tritt.

Beatrice Hutter erzählte beim Sitzkissentheater in Lindenfels von den Abenteuern des Zirkuskindes Poly Popcorn. © Neu
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Mit Popcorn und Getränken ausgestattet nahmen die Kinder Platz auf ihren Sitzkissen, die direkt vor der kleinen Bühne lagen und erfuhren gleich als erstes, dass es bei dieser von der Sparkassenstiftung Starkenburg organisierten Veranstaltung auf der Burg einmal nicht um Ritter und Drachen gehen würde. Das muss es ja auch nicht, denn der Burghof eignet sich für viele verschieden Veranstaltungen. Diesmal war es ein Mini-Zirkusauftritt.

Poly Popcorn (Beatrice Hutter) war die Alleinunterhalterin der unter der Regie von Mate Irrnis stehenden Aufführung. Im Hintergrund wurden die Familienangehörigen lebendig. Die Geschichte war kindgerecht aufgearbeitet. Nach anfänglichem Zögern bei den jüngsten Zuschauern machten bald alle mit und halfen Poly Popcorn aus so mancher Misere – in die sie sich freilich meist selbst hineingeschafft hatte.

In der Löwenarena

Das Kinderleben in einem Zirkus ist nicht immer leicht, und die Kinder konnten so manches Mal mitfühlen und dann wieder herzlich lachen. Für jeden Zirkusauftritt gilt es lautstark Werbung zu machen, am besten mit dem Akkordeon und einem stimmungsvollen Lied. Dazu gehört auch das Aufhängen des Plakates. Und wenn das von der Wand fällt – ja, dann gibt es in den Zuschauerreihen aufmerksame Kinder, die das sofort mitteilen.

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Beim Stempeln der Eintrittskarten halfen die Kinder mit Zählen fleißig mit. So erfuhren sie, dass Poly Seiltänzerin werden will, und erlebten die Reaktion der Familie auf den Wunsch. Selbst der geliebte Opa sagt: „Morgen.“ Stattdessen nimmt er sie mit in die Löwenarena. Beim Fauchen des mächtigen Tieres wird es nicht nur der kleinen Poly bang ums Herz. Die Kinder vor der Bühne fieberten mit ihr und freuten sich nach der gelungenen Aufführung.

Spaß bereitete der Part mit einer Handpuppe, einem Affenkind. Es begleitete Poly auch, als sie nach einem Streit in der Familie – sie will nämlich Seiltänzerin werden und nicht länger Dompteurin – über den Zaun des Zirkus kletterte und sich in der großen Stadt verirrte. Die Kinder halfen ihr zurück, wussten noch, dass sie an einer Bahnüberführung, der Kirche und einem Spielplatz vorbeigekommen war.

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Dann durfte Poly Geige spielen, und zu ihrem achten Geburtstag bekam sie das langersehnte Seil. Auf einer Schnur durften zum Abschluss der gelungenen Inszenierung, die Kinder selbst das Seiltanzen üben.

Freie Autorin