Kommunalwahl - In einem Faltblatt stellen sich die Bürger für Kolmbach (BfK) den Bürgern vor / Die Gruppe versteht sich als unabhängig von allen Parteien Die Bauschutt-Anlage ist Thema Nummer Eins

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jhs
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Die Bürger für Kolmbach (BfK) wollen sich unabhängig von den Lindenfelser Parteien für die Belange der Bürger im Stadtteil einsetzen. © Haas

Kolmbach. Parteipolitische Aspekte wird es zukünftig im Kolmbacher Ortsbeirat nicht mehr geben. Für die anstehende Kommunalwahl treten Kolmbacher Bürger in einer Wählergruppe unter dem Namen „Bürger für Kolmbach“ zur Wahl an. „Wir möchten uns für Sie und für unseren Ort tatkräftig einsetzen“, heißt es nun in einem Faltblatt, das in die Haushalte verteilt wurde.

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Auf der Liste finden sich erfahrene Ortsbeiratsmitglieder und engagierte Bürger. Kurt Dersch, Bärbel Bader, Wolfgang Rausch, Claudia Groer, Ulrich Pietraß, Birgit Wolf, Christoph Rettig, Matthias Gammelin, Hartwig Haas und Stefan Ringer möchten sich für die Belange der Kolmbacher einsetzen und zu tun gibt es einiges. „Wir möchten uns dafür einsetzen, dass wir auch in Zukunft gerne in Kolmbach leben möchten“, so die Überschrift unter der Aufzählung welche Aufgaben auf den zukünftigen Ortsbeirat warten.

Ganz oben ist der Widerstand zur geplanten Bauschuttrecycling-Anlage zu finden. „Wir werden uns mit den nach dem Gesetz zustehenden Mitteln geschlossen gegen die geplante Bauschuttrecyclinganlage einsetzen“, so die klare Aussage. Sollte dieses nicht zu verhindern sein, sollen auch weiterhin die Anlieger eine Unterstützung erfahren können.

Eine weiteres Aufgabengebiet wird die geplante Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ werden. Hier wird besonders die Fragestellung, wie Kolmbach auch in den nächsten 20 Jahren lebenswert für junge Familien mit Kindern und für die ältere Generation sein wird, im Mittelpunkt stehen. Die Reduzierung des Lärms, der von der durch den Ort führenden Bundesstraße kommt, ist dabei ebenfalls ein prominenter Aspekt.

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„Wichtig ist uns auch die Unterstützung der Vereine als unverzichtbares Element des dörflichen Lebens“, ist weiter zu lesen. Zu tun wird es einiges in den nächsten Jahren in Kolmbach geben. Zu den weiteren Themen, die noch zu bearbeiten sind, gehören die Erneuerung der Bürgersteige an der B 47, die Erneuerung der Straßen Winterkäster Weg und Ludwig-Schüßler-Straße, die Unterhaltung und Weiterentwicklung des Spielplatzes zu einem Mehrgenerationenort sowie die Gestaltung des Gemeindehofes und die Schaffung von „Bauland in kleinem Umfang“.

Zusammenarbeit mit Fraktionen

Die Gründung der Wählergruppe „Bürger für Kolmbach“ entstand, weil die Kolmbacher mit dem Verhalten der etablierten Lindenfelser Parteien in Zusammenhang mit der Bauschuttrecycling-Anlage unzufrieden waren. „Wir fühlten uns im Stich gelassen“, so die einfache Antwort, „den berechtigten Sorgen und Argumenten der Anwohner wurde keine Beachtung geschenkt“. Nun wollen sich die Mitglieder der Gruppe gemeinsam für die Interessen von Kolmbach und seinen Bürgern einsetzen. Den Vorgaben der Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung, die sich in den Diskussionen in den Sitzungen in der Vergangenheit zeigten, möchten die Vertreter der Gruppierung in Bezug auf die Belange von Kolmbach nicht folgen. Aber dennoch möchten sie mit allen Vertretern der Lindenfelser Parteien gut zusammenwirken. „Wir möchten unvoreingenommen und fair miteinander arbeiten“, so die Information.

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Wichtig sind der Gruppe die Stärkung des Zusammenhalts aller Kolmbacher und das Schaffen einer örtlichen Identität. Wünsche und Ideen werden gerne entgegengenommen. „Wir wollen unsere Arbeit transparent gestalten und unsere Entscheidungen nachvollziehbar begründen“, so der Text. jhs