Dietrich-Bonhoeffer-Schule - Projekt zur Raucher-Prävention mit der Deutschen Herzstiftung Das trügerische Gefühl, belohnt worden zu sein

Von 
red
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Rimbach. Wie kommt man als Jugendlicher zum Rauchen? Was passiert, wenn man raucht und welche Hilfen gibt es, wenn man wieder damit aufhören will? Diese und andere Fragen waren im Rahmen des Projekts Rauchzeichen Thema in den siebten Klassen der Dietrich-Bonhoeffer-Schule (DBS) in Rimbach. Julia Zymolka von der Deutschen Herzstiftung arbeitete in jeweils einer Doppelstunde mit einer siebten Klasse.

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Zu Beginn klopfte Zymolka das Vorwissen der Schüler ab. Schnell stellte sich heraus, dass die sehr viel wissen und das Thema Rauchen sehr aktuell ist. Im Anschluss an den Austausch zwischen den Mädchen und Jungen stellte Zymolka die Fakten vor und besprach mit den Klassen, welche Gründe es gibt, um mit dem Rauchen anzufangen und wie Rauchen auf den Körper wirkt.

Da Nikotin im Gehirn das Signal auslöst, belohnt worden zu sein, entstehe meist fließend eine Sucht, die einen immer wieder zur Zigarette greifen lasse, berichtete sie. Darum war eine weiterführende Frage, welche Möglichkeiten man hat, um mit dem Rauchen aufzuhören.

Eine Lunge aus Glas

Die Inhaltsstoffe einer Zigarette und deren Wirkung auf den Körper erschreckten die Siebtklässler. Mithilfe eines Experimentes verdeutlichte Julia Zymolka den Schülern, was auf dem Weg von Mund zu Lunge passiert. Ein Glaskörper stellte die menschliche Lunge dar. Die Luftröhre wurde durch einen Schlauch verkörpert und in der Lunge befand sich Watte, die die Lungenbläschen darstellten.

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Durch eine Pumpe wurde an einer Zigarette gezogen. Die Schüler sahen sofort das Ergebnis: Die Lunge füllt sich komplett mit Rauch, so dass die Lungenbläschen nicht mehr zu sehen waren. Wenn man die Watte nach dem Inhalieren betrachtet, erkennt man eine deutliche Gelbfärbung.

Im nächsten Teil des Projekts schauten die beiden Klassen einen Film, in dem Betroffene zu Wort kamen. Es sprachen Leute, die aufgrund von langjährigem Nikotinkonsum unter schweren Erkrankungen leiden, und eine Frau, die ihren Mann durch Lungenkrebs verloren hat. Der Film und die Lebenswege beeindruckten und beschäftigten die Jugendlichen, so dass im Anschluss nochmals aufgegriffen wurde, wie Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall mit dem Rauchen zusammenhängen.

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Zum Abschluss informierte Julia Zymolka die Siebtklässler über das Shisharauchen, das bei den Jugendlichen sehr angesagt ist und oft verharmlost wird.

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Die Lehrerinnen Nadja Fischer und Gabriele Sander lobten die Schüler für ihre interessierte Teilnahme. Auch Zymolka betonte deren engagierte Mitarbeit. red