Mittelpunktschule Gadernheim - Rektor Alwin Zeiß über die Folgen der Corona-Epidemie auf die geplanten Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen „Das Schuljahr anständig zu Ende bringen“

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Christa Flasche+
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Gadernheim. Eigentlich hatte man sich das Jahr 2020 an der Mittelpunktschule (MPS) Gadernheim ganz anders vorgestellt. Wäre alles normal verlaufen, dann hätte die Schulgemeinde am 27. Juni das 50-jährige Bestehen der MPS mit einem Fest gefeiert. Dafür hatten schon viele Helfer einiges geplant. Schulleiter Alwin Zeiß gab einen kleinen Einblick in das, was sich bis zum Ausbruch der Epidemie im März getan hatte – und wie danach alles ganz anders lief.

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Herr Zeiß, seit wann liefen die Vorbereitungen für das Schulfest?

Alwin Zeiß: Die Planungen haben letztes Jahr im Mai angefangen. Es wurden eine Steuergruppe gebildet und Aufgaben verteilt.

Mit welchen Punkten hätte sich die Lehrerschaft eingebracht?

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Zeiß: Der wichtigste Punkt wären die Ausstellungsräume 50 Jahre MPS geworden. Hier hatten wir vor, für jedes Jahrzehnt ein Klassenzimmer zu gestalten und dabei viele Aufnahmen aus dem Jahrzehnt zu vergrößern und aufzuhängen. Weiterhin natürlich verschiedene Spielstationen und Auftritte bei der großen Feier am 27. Juni.

Was alles hatten welche Klassen bereits vorbereitet?

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Zeiß: Die Vorbereitungen wären direkt in der Woche der Schulschließung gestartet. Wir hatten extra einen Pädagogischen Tag angesetzt, um die Feinheiten zu planen und die Aufgaben zu verteilen.

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Hatten Sie geplant, auch Externe in das Schulfest einzubeziehen und welche Aufgaben hätten diese übernommen?

Zeiß: Der Vereinsring Gadernheim hatte uns seine Hilfe zugesagt. Die Vereine wollten uns beim großen Fest unterstützen. Sei es im Aufbau und Abbau des Festzeltes oder bei der Bewirtung. An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an den Vereinsring, aber auch an alle Ehemaligen und die gesamte Elternschaft, die uns bei diesem großen Ereignis unterstützen wollten.

Wir hatten mit dem Galluszentrum Frankfurt vereinbart, dass zum einen ein Porträt der Schule als Imagefilm gedreht werden sollte und zum anderen, dass aus dem vielfältigen Archivmaterial plus Interviews und Zeitzeugenberichten ein schöner Jubiläumsfilm wird. Landrat Christian Engelhardt hatte die Schirmherrschaft übernommen und wäre abends bei der großen Feier am 27. Juni als Festredner gekommen. Und das absolute Highlight wäre natürlich das Konzert mit Garden of Delight an diesem Abend gewesen.

Wie geht die Schulgemeinde jetzt mit der Situation um? Ist ein „Ersatz“ in der Planung und wie wird der aussehen?

Zeiß: Im Moment müssen wir sehen, wie wir das Schuljahr anständig zu Ende bringen. Dazu gehören auch schöne Verabschiedungen für unsere neunte Hauptschulklasse und die zehnte Realschulklasse, die unter diesen verrückten Umständen ihre Abschlussprüfungen gemacht haben und leider auf die Abschlussfahrt nach Barcelona verzichten mussten. Und auch unsere vierte Klasse soll einen würdigen Abschluss bekommen. Wenn wir sehen, wie das nächste Schuljahr anläuft, wenn wir wieder normal Unterrichten können, dann wird sicherlich auch eine Jubiläumsfeier Platz auf unserem Plan haben.