Gerüchte im Internet Aufregung um den Wolf ist unbegründet

Von 
red /ü
Lesedauer: 

Rimbach/Albersbach. Das angebliche Auftauchen eines Wolfes bei Rimbach und Albersbach sorgte am Wochenende für Aufsehen im Weschnitztal. In einem Posting auf Facebook hieß es, dass in diesem Gebiet möglicherweise ein Wolf umherzieht. Als Beweise erwähnte die Verfasserin des Beitrags Spuren im Schnee unweit ihres Grundstücks. Ihr Hund habe zwei Tage lang gebellt und in der Nähe sei ein Reh gerissen worden, das „wie am Spieß“ geschrien habe. Auch sei die Jagd beobachtet worden. Der Beitrag wurde vielfach von anderen Facebook-Nutzern geteilt.

AdUnit urban-intext1

Eine Bestätigung für dieses Gerücht gibt es nicht. Das erklärte Rimbachs Bürgermeister Holger Schmitt, der den fraglichen Post ebenfalls gelesen hatte. „Ich habe gerade mit dem zuständigen Jagdpächter Winfried Eger gesprochen. Er war in dem Gebiet, in dem der Wolf vermutet wurde, unterwegs und hat weder einen Rehriss noch Spuren des Raubtiers gefunden.“ Bürgern, die glauben, entsprechende Beobachtungen gemacht zu haben, empfiehlt er, sich an Ordnungsamt der zuständigen Gemeinde zu wenden oder an die Polizei. „Diese verständigen dann den zuständigen Jagdpächter, damit er sich der Sache annehmen kann.“

In diesem Zusammenhang warnte der Bürgermeister davor, ohne eindeutige Beweise derartige Behauptungen ins Internet zu stellen, auch wenn dies, wie er anmerkt, in „guter Absicht“ geschehe. Schmitt: „Wenn ein Wolf hier unterwegs wäre, dann wären wir mit Sicherheit informiert worden.“

Auch wenn im Odenwald in den vergangenen Jahren vereinzelt Wölfe gesichtet wurden, so sei dies bisher nicht in der Rimbacher Gemarkung der Fall gewesen. Es gäbe bisher von übergeordneten Behörden keinerlei Hinweise, dass sich Wölfe dauerhaft im Odenwald ansiedelten. Schmitt verwies auf einen anderen Fall, bei dem vor Jahren behauptet wurde, es seien bei Rimbach Spuren eines Wolfs entdeckt worden. „Tatsächlich handelte es sich um die Spuren eines großen Hundes.“ Der Bürgermeister erinnerte daran, dass es immer wieder Zwischenfälle mit freilaufenden Hunden gäbe, die Rehe attackieren. In diesem Zusammenhang mahnte er, die Leinenpflicht für Hunde zu befolgen. „Damit haben wir zurzeit ein größeres Problem als mit Wölfen.“ red /ü