Hilfsprojekt - Fürther Verein nimmt wegen dem Ausfall zahlreicher Veranstaltungen weniger Geld ein Afrikahilfe leidet unter der Pandemie

Von 
mk
Lesedauer: 

Fürth. Hilfs- und gemeinnützige Organisationen leiden unter Einnahmeverlusten wegen der durch die Corona-Pandemie ausgefallenen Veranstaltungen. Das betrifft auch die Fürther Afrikahilfe, die Projekte der Mary-Ward-Schwestern in Simbabwe unterstützt, einem der ärmsten Länder der Welt.

AdUnit urban-intext1

Noch am Anfang des vergangenen Jahres erhielt die Afrikahilfe mit der Vorsitzenden Barbara Arnold Spenden aus dem ökumenischen Weltgebetstag in Fürth und Reisen freuen. Dann kam der erste Lockdown. Eine Aktion eines Fürther Schuhhauses vermochte wenigstens die Verluste für die Afrikahilfe durch den ausgefallenen Adventsmarkt in Fürth einigermaßen zu kompensieren. Aus der Inhaberfamilie des Geschäfts stammt Schwester Theresia, mit der die Arbeit der Afrikahilfe begann,

Mit 21 Jahren hatte die Fürtherin Theresia Fischer beschlossen, dem Orden der Mary-Ward-Schwestern beizutreten. Sie wurde in den 50er Jahren vom Mutterhaus in Mainz nach Rhodesien (heute Simbabwe) entsandt, wo sie mit sehr bescheidenen Mitteln den Ärmsten der Armen half. Von Anfang an erhielt sie Unterstützung von christlichen Gläubigen aus ihrer Heimatgemeinde.

Kliniken, Schulen, Kinderheime

1972 etablierte sich vor allem auf Initiative von Adelheid Dörsam der Verein Fürther Afrikahilfe. 2012 wurde das 40-jährige Bestehen gefeiert, das 50-jährige steht im kommenden Jahr an.

AdUnit urban-intext2

2016 wäre Schwester Theresia 100 Jahre alt geworden. Die katholische Kindertagesstätte in der Erbacher Straße trägt ihren Namen. Außer Adelheid Dörsam, der großen alten Dame der Fürther Afrikahilfe, stehen heute Barbara Arnold, Elisabeth Jakob, Winfried Kilian, Carolin Unger, sowie Hildegard Trautmann, Bärbel Lutsch, Hans Dolinsky und Gisela Weis an der Spitze der Aktiven. Der Verein unterstützt die Projekte der Mary-Ward-Schwestern in Aveni, Chishawasha und in Nesigwe.

Es handelt sich dabei meist um den Bau und die Unterhaltung von Kliniken, von Schulen, Kinderheimen und einer Ausbildungsstätte für Novizinnen, die als Einheimische die Arbeit der europäischen Mary-Ward-Schwestern fortführen. Die Fürther Afrikahilfe ist eine seriöse Adresse für Spenden. Ihre Verantwortlichen lassen sich aber auch immer Sonderaktionen einfallen, um Geld für die Projekte zusammenzubringen.

AdUnit urban-intext3

Elisabeth Jakob organisiert immer am Johannismarkt einen kleinen Flohmarkt zugunsten der Afrikahilfe. Lothar Metzner präsentiert im Keilamshof An der Krumbacher Straße seine selbstgebauten Krippen und lässt den Erlös aus dieser Veranstaltung der Afrikahilfe zugutekommen. Diese und weitere Veranstaltungen mussten im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie ausfallen. mk