Persönlich - Die Rapsblütenkönigin Katharina I. aus Lautertal hat ihr Amt abgegeben Vier Jahre Werbung für den Raps-Anbau

Von 
Walter Koepff
Lesedauer: 

Lautertal. Die Hessische Rapsblütenkönigin Katharina I. aus Lautertal hat nach vierjähriger Amtszeit eine Nachfolgerin gefunden. Theresa I. heißt die neue Amtsträgerin. In Wolfhagen-Istha wurde sie inzwischen gekrönt. Wegen der Corona-Epidemie und der Kontaktbeschränkungen fand die Zeremonie im kleinen Kreis statt. Dabei waren der Präsident des Hessischen Bauernverbandes, Karsten Schmal, sowie der Vorsitzende der Hessischen Erzeugerorganisation für Raps, Ernst Winfried Döhne.

Die seitherige Rapsblütenkönigin Katharina I. aus Lautertal setzt ihrer Nachfolgerin Theresa I. die Krone auf. © Schmidt
AdUnit urban-intext1

Bei dem Treffen übergab Katharina Schuch die Krone an ihre Nachfolgerin Theresa Schmidt. Die 23-jährige gelernte Bankkauffrau stammt aus einem landwirtschaftlichen Betrieb in Frielendorf-Schönborn. Ihre Eltern bauen selbst Raps an. Theresa I. ist in der Landjugend aktiv. Sie freue sich auf ihre Amtszeit und darauf, den Verbrauchern die Vorteile des heimischen Raps-Anbaus nahezubringen.

Das Amt der Hessischen Rapsblütenkönigin gibt es bereits seit 15 Jahren. Ihre Aufgabe ist es, im Auftrag der Hessischen Erzeugerorganisation für Raps und des Hessischen Bauernverbandes für den Raps und seine Erzeugnisse zu werben.

In ihrer Abschiedsrede ging Katharina Schuch auf die Höhepunkte ihrer vierjährigen Regentschaft ein. Im Juni 2016 war sie als hessische Rapsblütenkönigin in Bad Hersfeld inthronisiert worden. Seit dem habe sie an vielen Veranstaltungen teilnehmen können und engagiert die Kulturpflanze Raps in der heimischen Landwirtschaft vertreten. Zu den schönsten Momenten zählte sie die internationale Grüne Woche in Berlin und den Deutschen Bauerntag 2018 in Wiesbaden, bei dem das Land Hessen Gastgeber war.

AdUnit urban-intext2

Auf der Grünen Woche sei es für sie eine Selbstverständlichkeit gewesen, dem sehr kritischen Verbraucher den Raps-Anbau und dessen Verwendung näher zu bringen und mit Leidenschaft ihren Berufsstand zu vertreten. Bei dem Deutschen Bauerntag habe außer dem Wissensaustausch auch die Gemeinschaft untereinander im Vordergrund gestanden. Das Erntefest immer im September in Frankfurts Innenstadt habe sie durch die vielen Schulklassen, die dort zu Besuch waren, in sehr positiver Erinnerung.

Hessentag und Hoffeste

Als jemand, der in der Landwirtschaft groß geworden ist, sei ihr bewusst geworden, dass nicht alle Kinder so informiert seien und dieselbe Einstellung zur Landwirtschaft hätten, sagte Schuch.

AdUnit urban-intext3

Andere Momente ihrer Amtszeit seien so vielseitig gewesen, wie der Raps, den sie vertrete. Den Hessentag sowie Hoffeste, Feldtage und Veranstaltungen mit der Landjugend zählen zu den vielen Terminen, die man als hessische Hoheit gerne wahrnehme. Zwei Erlebnisse seien für sie etwas ganz Besonderes gewesen: Auf Fehmarn besuchte sie 2017 das Rapsblütenfest und vertrat dort Hessen und seine Landwirte. Zudem habe sie einige Zeitungsinterviews gegeben, zum Beispiel dem Magazin der Deutschen Bahn, berichtete Katharina Schuch. Sie finde es großartig, über diese Medien viele Menschen zu erreichen und positive Nachrichten zu verbreiten.

AdUnit urban-intext4

Eine äußerst wichtige Erfahrung sei das Ehrenamt gewesen. Sie sei sehr dankbar für die vielen tollen Erlebnisse, die zahlreichen neuen Freunde und Eindrücke rund um den Raps und die heimische Landwirtschaft. Vor diesem Hintergrund wünsche sie ihrer Nachfolgerin Theresa I. eine ebenso wunderbare Zeit und hoffe, sie werde jeden Moment so genießen können, wie sie es getan habe.

Im Gespräch mit dem BA fügte Katharina Schuch noch hinzu, dass es für sie von großer Bedeutung gewesen sei, sich für den Berufsstand stark zu machen und die Gelegenheit zu bekommen, für die hessische Landwirtschaft zu werben, die nachhaltig, innovativ und dank einiger Familienbetriebe auch noch traditionell arbeite. In wenigen Bereichen habe sie diese Kombination so angetroffen.

Zukünftig möchte Schuch sich weiterhin für ihre Umwelt und vor allem die Landwirtschaft einsetzen. Da kam ihr ein Obstbaum-Fachwartkurs gerade recht. Dabei gehe es ihre nicht nur darum, ihre eigenen Streuobstwiesen zu pflegen, sondern auch in der Gemeinde das Landschaftsbild mitzugestalten.

Einsatz für die Streuobstwiese

Sie habe sich zum Ziel gesetzt, die Leute darauf aufmerksam zu machen, dass Streuobstwiesen nicht nur den zahlreichen Touristen gefielen, sondern vor allem Bienen, Insekten und Vögeln, sagte Schuch. Sie wolle Überzeugungsarbeit leisten, dass man mit Neupflanzungen langfristig Gutes für die Umwelt und damit auch für sich selbst tun könne.

Freie Autorenschaft Nach Anfängen bei der Schülerzeitung "Kurfürst" des Bensheimer Alten Kurfürstlichen Gymnasiums (AKG), Freier Mitarbeiter bei der Lindenfelser Wochenzeitung "Samstag", 1972 Wechsel zum Bergsträßer Anzeiger. Pressemäßig in Wort und Bild in Lautertal tätig.