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Elmshausen - Erneut ist der Verschönerungsverein Opfer eines Diebstahls geworden, dieses Mal an Modell der Deichertsmühle

Unbekannte klauen Informationstafel

Von 
Jutta Haas
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Elmshausen. Es ist schon interessant, was manche Menschen alles gebrauchen können. Selbst ein Informationsschild zur Entstehung der Deichertsmühle in Elmshausen ist vor Diebstahl nicht sicher. Ein Modell der Deichertsmühle steht am Elmshäuser Striethteich und wird vom Verschönerungsverein gepflegt. Was es mit dem Modell Mühle auf sich hat, darüber informierte ein Schild, für das der Verein aus seiner Kasse über 300 Euro investiert hat.

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Ein Schild an der Deichertsmühle ist gestohlen worden. © Haas

Zum Ärger des Vereinsvorsitzenden Henry Scheppers und seiner Vorstandskollegen ist es nun weg. „Wirklich schade das es jetzt durch irgendwelche Ignoranten gestohlen wurde die mit hoher Wahrscheinlichkeit nichts damit anfangen können“, ärgert sich der Vereinsvertreter. Das ist nun schon der zweite Diebstahl, mit dem sich der Verein auseinandersetzen muss. Die Dachpappe, die zur Sanierung des Dachs der Karl-Stähr-Hütte gedacht war, wurde es vor wenigen Wochen entwendet. Nun fehlt auch noch das Schild.

Erste Erwähnung 1387

„Wer die Informationen, die auf dem Schild zu lesen sind, haben möchte, kann sich jederzeit an uns wenden und einen entsprechenden Ausdruck bekommen“, so Schriftführer Rainer Krämer. So können geschichtsinteressierte Zeitgenossen ihren ganz persönlichen Ausdruck bekommen und archivieren. Die Deichertsmühle stand ursprünglich in Elmshausen am Abzweig zwischen „Nibelungenstraße“ und der „Straße Am Fischweiher“. Dort fließt die Lauter in einem Abzweig parallel zwischen dem Bett der Lauter und der Nibelungenstraße. Im Mühlgraben konnte das Wasser aufgestaut werden.

Die erste urkundliche Erwähnung der Mühle stammt aus dem Jahr 1387 und gehörte den Erbacher Grafen. Die Mühle selbst hat eine wechselvolle Geschichte. Nach einem Brand wurde sie wieder aufgebaut. Ihren Namen hat die Mühle nach ihrem letzten Besitzer, Magdalena und Jakob Deichert. 1890 wurde sie an einen steinverarbeiteten Betrieb aus Lindenfels verkauft. Nach der Schließung des Werks 1970 wurde auch die Mühle zur Geschichte. Das Gelände wurde neu geordnet und ist heute mit Wohnhäusern bebaut.

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Der Verschönungsverein hat sich der Geschichte der Mühle angenommen. Schon viele Jahre dreht sich am Striethteich das Mühlrad des Modells der Mühle. 2019 wurde das Modell restauriert und dann wurde auch das Schild mit der Information installiert. Der Verschönerungsverein bittet darum, das Schild wieder zurückzugeben. Wer als Zeuge etwas sagen kann, solle sich melden.

Zumindest dürfen sich die Vereinsmitglieder auf eine besondere Veranstaltung freuen, Wie Rainer Krämer informiert erwartet der Verein eine Spende von Goldschmied Fritz Dorsheimer aus Bensheim. Am kommenden Sonntag, 12. September wird um 11 Uhr am Striethteich Fritz Dorsheimer dem Verein die Druckplatten, die als Unikate für seine Goldschmiedearbeiten dienten, überreichen.

Freie Autorin

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