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Jagdgenossenschaft Beedenkirchen - Nach langen Diskussionen wurde ein neuer Pachtvertrag beschlossen

Streit über Wildschäden in Beedenkirchen

Von 
jhs
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Beedenkirchen. Bei der Versammlung der Jagdgenossenschaft Beedenkirchen mit den Ortschaften Wurzelbach, Staffel und Schmal-Beerbach waren nicht alle Mitglieder einer Meinung, als es um den neuen Jagdpachtvertrag ging. Eine schnelle und kurze Sitzung sollte zu Zeiten der Corona-Pandemie durchgeführt werden, so der Wunsch des Jagdvorstandes. Doch ohne Diskussionen sollte auch die diese Versammlung nicht sein. Einige Jagdgenossen und Peter Weber sen. übten Kritik an Punkten in dem nun abgeschlossenen Vertrag und so wurde die Versammlung erst nach gut zwei Stunden geschlossen.

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Für die Neuverpachtung des Jagdbezirks galt es, eine erneute Beschlussfassung herbeizuführen. Wie Schriftführerin Petra Seeh informierte, war der Grund die Nichtgenehmigung des Jagdpachtvertrages, der im vergangenen Jahr beschlossen wurde, durch eine Beschwerde welche die Untere Jagdbehörde erhielt. Sie kam von Peter Weber jun. Es wurde eine Übergangsregelung getroffen. In dieser Versammlung galt es nun, über Vertragsänderungen zu beraten und zu beschließen.

Wie schon früher wurde wieder über die Regelung des Wildschadens diskutiert. Hier ging es um den Zeitrahmen und ein Sonderkündigungsrecht, „sollte der Wildschaden von drei Jagdjahren größer als der jährliche Pachtpreis sein“. Dies sollte auf ein Jahr reduziert werden. Weber sen. vertrat die Meinung, im Vertrag solle festgehalten werden sollte, dass anfallende Jagdsteuer die Pächter zu zahlen hätten.

Kai Peter ist neuer Vorsitzender

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Nina Buchholz vom Verband der Jagdgenossenschaft stellte klar, dass die Jäger den Wildschaden übernehmen und in Kontakt mit den Landwirten bleiben. „Der Zeitraum von drei Jahren ist zum Vorteil für die Jagdgenossen.“ Von einer „guten Vertrauensbasis zwischen Pächtern und Jagdgenossen“ sprach Udo Rutkowski. „Bis jetzt angefallene Wildschäden, auch alte, wurden zu aller Zufriedenheit von den Jagdpächtern behoben.“ Deshalb solle der Vertrag mit dem Zeitrahmen von drei Jahren bestehen bleiben. Als es zur Abstimmung kam, stimmten 17 Jagdgenossen für die Dauer von drei Jahren, sieben sprachen sich dagegen aus.

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Ein weiterer Diskussionspunkt fand sich unter Paragraph 17 Absatz 5. Hier geht es um ein Sonderkündigungsrecht der Pächter, falls Peter Weber jun. in den Vorstand gewählt wird. Dieser Absatz sollte nach Meinung von Weber sen. gestrichen werden, er verwies in diesem Zusammenhang auf „strafrechtliche Konsequenzen“. Nach der Diskussion und der Abstimmung, sieben Stimmen für die Streichung und 17 dagegen, bleibt auch dieser Absatz in dem Vertrag. Am Ende aller Diskussionen wurde der neue Pachtvertrag mehrheitlich mit 17 Ja- und sieben Nein-Stimmen angenommen.

Die Kassenlage der Jagdgenossenschaft wurde vorgestellt und die Kassenprüfer bescheinigten eine einwandfreie Führung der Bücher. Damit war der Weg für Neuwahlen frei und Bürgermeister Andreas Heun übernahm das Amt des Wahlleiters. Mehrheitlich wurde Kai Peter (17 Ja-Stimmen und sieben Enthaltungen) als Vorsitzender wiedergewählt. Ebenso sah das Ergebnis bei den Stellvertretenden Vorsitzenden Peter Eckel aus, der ebenfalls wiedergewählt wurde. Schriftführerin Petra Seeh und Rechnerin Monika Bauschbach wurden wiedergewählt.

„Jens Krämer, Reiner Köttig und Carina Keller sind in den Jagdausschuss gewählt. „Alle drei nahmen die Wahl an“, informierte Schriftführerin Petra Seeh. In den Stellvertretenden Jagdausschuss wurden Joachim Seeh, Thilo Krichbaum und Kim Münster gewählt.

Die Auszahlung der Jagdpacht wurde bei der Versammlung beschlossen. Die Auszahlung findet am Sonntag, 12. September, im Dorfgemeinschaftshaus Beedenkirchen statt. jhs

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