AdUnit Billboard
Finanzen - Der geprüfte Jahresabschluss für 2017 liegt vor

Revisionsamt sieht Mängel in der Lautertaler Bilanz

Von 
kbw
Lesedauer: 

Lautertal. Der Finanzausschuss der Lautertaler Gemeindevertretung wird sich demnächst mit dem geprüften Jahresabschluss 2017 befassen. Das hat die Gemeindevertretung in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Das Bergsträßer Revisionsamt hat dem Zahlenwerk keinen uneingeschränkten Prüfungsvermerk erteilt. Es entspreche zwar den gesetzlichen Vorgaben und vermittele ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild von den Vermögensverhältnissen der Gemeinde Lautertal, heißt es im Bericht. Es gebe aber „wesentliche Einwendungen“. 20 Prüfungsfeststellungen enthält der 46-seitige Befund. Es geht um fehlende Rückstellungen, Ergebnisrechnungen, die nicht nach dem gültigen Muster aufgestellt waren, sowie weitere Unzulänglichkeiten.

Fortschritt gegenüber Vorjahren

Außerdem monieren die Prüfer, dass die Gemeindevertretung im betreffenden Jahr nur einmal über den Stand des Haushaltsvollzugs unterrichtet wurde, zweimal ist die Vorgabe. Ein weiterer Minuspunkt: An vier Stellen sei es zu Mehraufwendungen gekommen, für die keine Zustimmungen des Gemeindevorstands und der Gemeindevertretung vorlagen. Insgesamt liegen sie demnach bei 526 500 Euro.

Mehr zum Thema

Gemeindevertretung

Jahresabschlüsse 2015 und 2016 bieten Zündstoff

Veröffentlicht
Von
Thorsten Matzner
Mehr erfahren
Finanzausschuss

Sorge vor einem Jammertal im nächsten Jahr

Veröffentlicht
Von
Thorsten Matzner
Mehr erfahren
Finanzausschuss

Schutzschirm-Entlassung in Gefahr?

Veröffentlicht
Von
Thorsten Matzner
Mehr erfahren

Ein, zwei Feststellungen hält Bürgermeister Andreas Heun nicht für zutreffend. Zudem sei der Jahresabschluss qualitativ schon wesentlich besser aufgestellt als jene zuvor, sagte er. Tatsächlich stellt der Prüfbericht einen uneingeschränkten Prüfungsvermerk für den Jahresabschluss 2020 in Aussicht. Günter Haas von der Lautertaler Bürgerliste regte derweil an, den Leiter des Kreisrevisionsamtes zur Sitzung des Finanzausschusses einzuladen.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Mehrkosten genehmigt

Derweil kommen auf die Gemeinde weitere unvorhergesehene Ausgaben zu. Die Gemeindevertreter stimmten Mehrausgaben für die Sanierung des Rathauses in Elmshausen zu, wie es auch schon der Bauausschuss empfohlen hatte. An der Decke über dem Obergeschoss hat sich ein alter Schädlingsbefall bemerkbar gemacht, Holzbalken mussten ausgetauscht werden. Deshalb fehlt jetzt Geld an anderen Stellen. Insgesamt belaufen sich die Mehrkosten auf 90 000 Euro. Insgesamt liegen die Kosten für die Gemeinde damit bei 260 000 Euro. Die restlichen 210 000 Euro schießt das Land Hessen hinzu.

Eine Auflage für den Beschluss ist, dass der Gemeindevorstand nach neuen, möglichst günstigen Möglichkeiten für die Beheizung sucht, außerdem nach Fördermöglichkeiten dafür. Die 2008 eingebaute Therme gilt als weder energieeffizient noch langlebig.

Die Gemeindevertreter gaben außerdem 210 000 Euro für den Einbau neuer Funkwasserzähler frei. Die Mittel waren bereits eingeplant, aber bisher mit einem Sperrvermerk belegt gewesen. kbw

Mehr zum Thema

Finanzkrise

Berater-Einsatz soll eine Notlösung bleiben

Veröffentlicht
Von
Thorsten Matzner
Mehr erfahren
AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1