Rechtsabbiegespur wird zur Grünanlage

Von 
Thorsten Matzner
Lesedauer: 

Wenn die Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil im kommenden Jahr die B 47 in Gadernheim saniert, dann soll die Einmündung der Darmstädter Straße umgestaltet werden. Wie Planer Tilo Dachroth erläuterte, wird der separate Rechtsabbiegerstreifen aus Richtung Ortsmitte wegfallen. Er sei aus heutiger Sicht nicht nötig.

AdUnit urban-intext1

Dachroth sagte, die Einmündung sei schon immer überdimensioniert. Beim Ausbau der Straße in den 70er Jahren habe es aber noch nicht die Planungshilfen von heute gegeben. Also sei großzügiger gebaut worden, um Probleme zu vermeiden.

Mithilfe sogenannter Schleppkurven zeigte Dachroth, dass auch längere Fahrzeuge – Reisebusse und Sattelschlepper zum Beispiel – problemlos fahren können. Peter Hannewald (CDU) bezweifelte das allerdings. Und Wolfgang Hechler (SPD) insistierte, dass die Einmündung etwas großzügiger gestaltet werden müsse.

Das allerdings wird nicht viel helfen, denn die Straßenplanung fällt nicht in die Zuständigkeit der Gemeinde. Tilo Dachroth machte wenig Anstalten, den Wünschen nachzugeben. Der Umbau sei in Ordnung und werde den Verkehr an der Stelle bremsen, was auch beabsichtigt sei. Messungen hätten ergeben, dass hier überwiegend zu schnell gefahren werde.

AdUnit urban-intext2

Hinweise, dass die Einmündung bereits jetzt oft überlastet sei und es zu Rückstaus komme, beschied Dachroth damit, dass Hessen Mobil eine Überlastung der Straße nicht bekannt sei. Natürlich werde nach dem Umbau das Abbiegen verlangsamt. Aber das sei ja gerade der Sinn der Sache, weil das den Verkehr bremse.

Die wegfallende Straßenfläche würde die Bundesrepublik Deutschland als Eigentümer der B 47 der Gemeinde schenken. Tilo Dachroth sagte, der Streifen könne begrünt werden, und er schlage vor, dort auch ein oder zwei Bäume zu pflanzen, um das Ortsbild etwas aufzuwerten. tm

Redaktion Lokalredakteur Lautertal/Lindenfels