Reichenbach - In der Schuhgasse entstand an zwei Tagen ein neues Wohnhaus Hausbau wie aus dem Steckbaukasten

Von 
Ferdinand Derigs
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Reichenbach. Rom ist nicht an einem Tag erbaut worden. Ein Einfamilienhaus in Reichenbach auch nicht, aber immerhin an zwei Tagen. Nun ist Reichenbach nicht Rom und die Schuhgasse nicht unbedingt die berühmte Via del Corso. Doch die Redewendung kann dem Beobachter des rasanten Hausbaus im Auftrag der Bauherren Lena und Björn Hill aber automatisch in den Sinn kommen.

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Nachdem sich am Tag vor dem eigentlichen Geschehen ein riesiger Baukran seinen Weg durch das „Gässje“ gebahnt und weithin sichtbar das kommende Ereignis angekündigt hatte, rücken am ersten Tag nach und nach die mit schweren Hausteilen beladenen Lkw vor, die bereits am Ortseingang von Reichenbach auf ihren Einsatz gewartet hatten.

Zielgenau und routiniert hievte der Kranfahrer die vorgefertigten Einzelteile in luftiger Höhe über die angrenzenden Gebäude und den Graulbach hinweg, der das Baugrundstück vom Ende der Schuhgasse abgrenzt. Am Bauplatz nahmen zwei Bauarbeiter der Fertighausfirma die Teile in Empfang und setzten sie, eines nach dem anderen, auf der Bodenplatte ein. Alles passte wie angegossen, und so war schon bis zum Mittag des ersten Tages das Erdgeschoss vollständig aufgebaut.

Feierabend nach zwölf Stunden

Inzwischen hatte sich das Ereignis herumgesprochen und es hatten sich „Bautouristen“ eingefunden, um sich selbst ein Bild zu machen. Zwangsläufig kamen bei dem ein oder anderen Kindheitserinnerungen hoch, hat das Bauverfahren doch eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Steckbaukasten. Nur eben größer.

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Bis zum späten Abend stand auch das Obergeschoss, einschließlich der Innenwände und der bereits in den Bauteilen integrierten Fenster. Dann war nach rund zwölf ereignisreichen Stunden erst einmal Feierabend für den Kranführer und seine Helfer.

Am zweiten Tag ging es nicht weniger rasant mit dem Aufbau des Dachstuhls weiter. Von außen hat das Haus jetzt fast alles, was es braucht. Auch die Dachziegel wurden schon auf dem Dach gelagert. Dann rückten die Lastwagen ab. Und als dann auch noch der Baukran die Fahrt zu einer neuen Wirkungsstätte antrat, kehrte wieder Ruhe in der Schuhgasse ein. Als wäre nichts gewesen. fred

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