Hauptversammlung - Lautertaler Grüne sehen nach schwierigen Monaten zur Bewältigung der Haushaltskrise ruhigere Fahrwasser erreicht GLL ist mit dem Bürgermeister zufrieden

Von 
Jutta Haas
Lesedauer: 

Schannenbach. Die Mitglieder der Grünen Liste Lautertal (GLL) hielten bei ihrer Hauptversammlung eine Rückschau auf die Arbeit in den vergangenen zwei Jahren. Zunächst informierte Ulrike Reiser über die gute Zusammenarbeit der Mitglieder des Gemeindevorstandes, in dem sie tätig ist. „Dies liegt an der sehr transparenten Arbeit und Vorbereitung durch Bürgermeister Andreas Heun und die Mitarbeiter des Rathauses“, lobte sie. Dies sei eine deutliche Veränderung zu früher.

AdUnit urban-intext1

Der Gemeindevorstand arbeitet unter Ausschluss der Öffentlichkeit, weswegen der Vortrag von Ulrike Reise kurz ausfiel. Etwas, was das Gremium immer wieder beschäftige, sei die Kindergartensituation, so Reiser. „Die Entscheidung, unter den Rettungsschirm des Landes Hessen zu gehen, war wichtig“, betonte sie außerdem. „Die Arbeit, die alle Gremien leisten mussten, um das Ziel zu erreichen, war umfangreich und forderte viel Konsequenz, aber sie zeigt sich letztendlich erfolgreich.“

Den Bericht über die Arbeit der Fraktion in der Gemeindevertretung übernahmen Frank Maus und Udo Rutkowski. Sie stellten heraus, dass die erste Hälfte der Wahlzeit bis 2018 von den schwierigen Haushaltsbedingungen der Gemeinde geprägt gewesen sei. Über die massive Grundsteuererhöhung sei beraten und abgestimmt worden. Es folgte der Beitritt zur Hessenkasse. Wie sich langfristig zeige, sei diese Entscheidung sinnvoll gewesen. Der Wegfall der Kita-Gebühren für die Kernzeiten war finanziell außerdem zu verkraften.

„Klima hat sich verbessert“

Das Klima in der Gemeindevertretung sei in der vergangenen Zeit nicht gut gewesen. Viele Angriffe vonseiten der Spitze der Lautertaler Bürgerliste gegen Bürgermeister Heun hätten die Umsetzung von sachpolitischen Themen schwer gemacht und Heun bei seiner Arbeit behindert, sagte Rutkowski und Maus. In diesem Jahr habe sich die Lage aber entspannt. Grund sei wohl, dass es dem Bürgermeister und der Gemeindeverwaltung „dank kompetenter Arbeit“ gelungen sei, die Finanzlage Lautertals „beachtlich zu verbessern“. Das habe sich entspannend auf die Arbeit in der Gemeindevertretung ausgewirkt und den Umgang zwischen den Fraktionen verbessert, stellt die GLL fest.

AdUnit urban-intext2

Für die Haushaltsführung und seine Arbeit als Kämmerer der Gemeinde erhielt Andreas Heun ein großes Lob bei der Hauptversammlung. Vor allem deswegen sei der Ausstieg der Gemeinde aus dem Schutzschirm-Programm im nächsten Jahr beziehungsweise 2021 überhaupt möglich.

Einen wesentlichen Faktor zur Entspannung der Haushaltslage reklamieren die Grünen für sich: „Die Ortsverbände im Kreis haben koordiniert über die Parlamente von der Sparkasse Bensheim faire Gewinnausschüttungen gefordert. Die Sparkasse kam dem schlussendlich nach, was der Gemeinde Lautertal 40 000 Euro an Mehreinnahmen bescherte“, so Frank Maus und Udo Rutkowski.

AdUnit urban-intext3

Die GLL habe sich außerdem erfolgreich für eine „verantwortungsvolle Ausgestaltung“ des Bebauungsplanes Destag in Reichenbach eingesetzt. Hier sei es gelungen, Bebauungsformen festzulegen, die sich gut in die Nachbarschaft einfügten. Die ersten Planungen, die ein „gigantisch-kubistische Gebäude“ vorgesehen und für die Nachbarn zu Beeinträchtigungen geführt hätten, seien fallengelassen worden.

AdUnit urban-intext4

Vor Kurzem diskutierten die Gemeindevertreter, wie die Gemeinde einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann. Auch dabei habe sich gezeigt, dass die Politik wieder in ruhigeres Fahrwasser gekommen sei. Am kommenden Freitag, 29. November, werden sich die Lautertaler Grünen am Klimastreik in Bensheim beteiligen.

Freie Autorin