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 Corona-Pandemie - Im Seniorenheim in Gadernheim sind alle Bewohner und der überwiegende Teil der Mitarbeiter vollständig geimpft Entspannte Lage im Haus Elisabeth

Von 
Thorsten Matzner
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Bürgermeister Andreas Heun (rechts) informierte sich bei Bianka Reichling und Jürgen Machleid vom Haus Elisabeth. © Funck

Gadernheim. Die Lage im Seniorenheim Haus Elisabeth in Gadernheim ist trotz der mittlerweile seit fast einem Jahr anhaltenden Corona-Pandemie entspannt. Das berichteten die Geschäftsführerin Bianka Reichling und ihr Vater Jürgen Machleid, der das Haus mit seiner Frau Elisabeth Machleid einst gegründet hatte und bis heute dort mitarbeitet.

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Lautertals Bürgermeister Andreas Heun kam zu einer Stippvisite vorbei, um sich über die Situation zu informieren. Wegen der Pandemie durfte das Heim aber nicht betreten werden, deswegen wurde es nur ein kurzer Besuch. Dabei wurde aber deutlich, dass sich zwar vieles geändert hat, seit vor einem Jahr die Epidemie ausbrach und die Gefährlichkeit des Coronavirus deutlich wurde.

Im Haus Elisabeth seien die Herausforderungen aber gut gemeistert worden, wie Bianka Reichling sagte. Seit kurz nach Weihnachten die ersten Impfungen verabreicht wurden, sei es nun auch sehr beruhigend zu wissen, dass den Bewohnern keine Lebensgefahr mehr drohe. Alle 48 Senioren und drei Viertel der 50 Leute zählenden Belegschaft hätten das Angebot zur Impfung angenommen, berichtete Reichling.

Jürgen Machleid sagte, mit den Impfungen sei einiger Papierkram verbunden gewesen. Seine Tochter habe sich dem aber angenommen und in einigen Sonderschichten alles gut vorbereitet. Daher sei das Haus Elisabeth auch eine der ersten Einrichtungen im Kreis Bergstraße gewesen, wo die mobilen Impfteams vorbeigekommen seien.

Impfschutz schon vollständig

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Start der Aktion war am Sonntag nach Weihnachten, 27. Dezember. Schon zwei Tage später wurden die Senioren in Gadernheim mit der ersten Impfdosis versorgt. Inzwischen ist auch die zweite Impfung verabreicht worden, so dass der Schutz vollständig ist. Wie lange er anhält, ist derzeit allerdings noch unklar, weitgehend wird davon ausgegangen, dass die Corona-Impfung wie die Grippe-Impfung künftig jedes Jahr fällig sein wird.

Neue Bewohner im Haus Elisabeth wird ebenfalls eine Impfung angeboten. Sie werden dazu, wenn möglich, zum Impfzentrum nach Bensheim gefahren. Die Mitarbeiter werden außerdem zweimal in der Woche auf das Virus getestet. Dafür müsse kein Arzt ins Heim kommen, es gebe eigenes Fachpersonal, das die Tests vornehmen könne.

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Für die Angehörigen und andere Besucher habe sich seit dem Ausbruch der Pandemie einiges geändert, sagte Bianka Reichling. Die Familien der Bewohner machten aber gut mit, so habe zum Beispiel niemand sein Einverständnis zur Impfung der Bewohner versagt. Weil Besuche im Heim nicht mehr so einfach möglich seien, sei ein E-Mail-Verteiler eingerichtet worden, um die Angehörigen auf dem Laufenden zu halten. Wer zu Besuch ins Heim komme, müsse zunächst eine Sicherheitsschleuse passieren. Zudem würden die Daten erfasst, um eine Kontakt-Nachverfolgung zu ermöglichen.

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Finanziell hat die Pandemie das Haus Elisabeth nicht getroffen. Zwar habe sich einiges geändert, sei einiger Mehraufwand nötig geworden. Doch die Pflegekassen hätten alle Kosten anstandslos und vor allem schnell erstattet, freute sich Bianka Reichling. Da gebe es keinerlei Probleme. Bürgermeister Andreas Heun sagte, es sei erfreulich, dass bei aller Kritik rund um die Bewältigung der Corona-Krise das Haus Elisabeth mit guten Nachrichten aufwarten könne.

Redaktion Lokalredakteur Lautertal/Lindenfels