Weltgebetstag - Das Themenland Vanuatu wurde von den Europäern im 17. Jahrhundert entdeckt Ein Staat aus 83 Inseln

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fred
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Lautertal. Vanuatu (ehemals Neue Hebriden), diesjähriges Themenland des Weltgebetstags, ist ein Inselstaat von Melanesien („Insel der Schwarzen Menschen)“ im Südpazifik, der sich im Westen von der Insel Neu-Guinea bis nach Fidschi im Osten auf einer Gesamtfläche von rund 14 500 Quadratmeter erstreckt. Vanuatu besteht aus 83 Inseln, die aus der Vogelperspektive wie ein großes Ypsilon erscheinen. 65 der Inseln sind bewohnt und überwiegend vulkanischen Ursprungs.

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Der portugiesische Seefahrer Pedro Fernàndez de Quirós erreichte die Inselgruppe im Jahr 1606 und vereinnahmte sie im Namen des spanischen Königs und der katholischen Kirche. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts teilten die euopäischen Kolonialmächte und die USA die pazifische Inselwelt fast flächendeckend unter sich auf. Briten und Franzosen stellten die New Hebrides/Nouvelles Hébrides 1887 unter gemeinsame Verwaltung. Dies führte noch bis in die 70er Jahren zu dem Kuriosum, dass sich Einreisende bei der Ankunft für den britischen oder französischen Schalter entscheiden mussten und sich damit auch der dort gültigen Rechtssprechung unterwarfen. Erst 1980 erlangte die heutige parlamentarische Republik ihre Unabhängigkeit.

Plastikmüll ist verboten

Die Hauptstadt ist Hafenstadt Port Vila. Hier leben etwa ein Sechstel der rund 300 000 Einwohner Vanuatus. Es gibt 110 Stammessprachen. Rund ein Viertel der Einwohner spricht Bislama, eine während der Kolonialzeit entstandene Kreolsprache. Nur wenige der Einwohner sprechen Englisch oder Französisch.

Landeswährung ist der Vatu (ein Euro entspricht etwa 127 Vatu). Rund 90 Prozent der Bewohner sind christlichen Glaubens. Strukturen und Bräuche werden als Kastoms bezeichnet. Die Wirtschaft besteht überwiegend aus Landwirtschaft, Fischerei und Tourismus. Vanuatu ist darüber hinaus für zahlreiche Banken eine Steuer- und Abgabenoase.

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Es herrscht ein tropisches bis subtropisches Klima mit einer Durchschnittstemperatur von 28 Celsius. Der Inselstaat ist stark vom Klimawandel durch den Anstieg des Meeresspiegels betroffen und muss mit heftigen Wirbelstürmen, aber auch Erdbeben und Vulkanausbrüchen rechnen. Wirbelstürme in den Jahren 2015 und 2020 richteten große Schäden an.

Obwohl der ökologische Fußabdruck Vanuatus sehr gering ist, hat sich das Land zum Ziel gesetzt, 2030 den gesamten Energieverbrauch aus nachhaltigen Energien zu produzieren. Plastikmüll, auch Babywindeln, ist seit 2018 verboten. fred