AdUnit Billboard
Jugendrat - Der Lieferant für die geplante Sitzgelegenheit am Kaiserturm kann sein ursprüngliches Angebot nicht aufrechterhalten

Ein Dämpfer für die Verschwisterungsbank

Von 
Christa Flasche
Lesedauer: 

Lautertal. Die Verschwisterungsbank des Lautertaler Jugendrats nimmt konkrete Formen an – allerdings kann es noch dauern, bis sie wirklich steht. Für die Errichtung der Verschwisterungsbank im XXL-Format waren Angebote eingegangen und die Entscheidung bereits gefallen. Nach erneuten Überlegungen hatte man sich im Jugendrat für die Aufstellung der Bank am Kaiserturm entschieden. Nun hat die ausführende Firma aber mitgeteilt, dass sie wegen der Auftragslage nicht in der Lage sein wird, das Projekt noch in diesem Jahr anzugehen.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Kommunalpolitisches Sprachrohr für Kinder und Jugendliche

Neue, junge Stimmen für das Lautertals sind bald gefragt, wenn im Dezember ein neuer Jugendrat gewählt wird. Die Hessische Gemeindeordnung (HGO) ist, grob gesagt, die Grundlage. Für die Arbeit des Gremiums. Der Jugendrat vertritt die Interessen der Kinder- und Jugendlichen einer Gemeinde und er ist in offizieller Runde beratend tätig, wenn es um die Angelegenheiten von Kindern und Jugendlichen in der Kommune geht.

Unter anderem geht es um die Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen, darum, die Einflussnahme auf kommunalpolitische Prozesse zu fördern, ihre Lebenswelt aktiv mitzugestalten und ihnen Freiräume zur Mitverantwortung zu bieten. Auch die Organisation von Konzerten und Veranstaltungen für junge Menschen gehören zu den Aufgaben des Jugendrats. Weiterhin ist der Jugendrat im Lautertal auch beim Jugendaustausch mit den europäischen Partnergemeinden engagiert.

Der Jugendrat soll in der Gemeindevertretung, im Gemeindevorstand sowie in den Ausschüssen angehört werden, wenn es um wichtige Angelegenheiten geht, die Kinder und Jugendliche betreffen. Er hat darüber hinaus ein Vorschlagsrecht. Die Vorschläge gehen an den Gemeindevorstand.

Wahlberechtigt ist, wer seinen Hauptwohnsitz in Lautertal hat und mindestens 14 Jahre, aber noch nicht 22 Jahre alt ist. Der jetzige Jugendrat wurde für die Zeit 2019 bis 2021 gewählt. Die Mitglieder des Rats verpflichten sich nach ihrer Wahl zur Teilnahme an den entsprechenden Sitzungen. Sie finden so oft wie notwendig statt, mindestens einmal im Kalendervierteljahr. Eingeladen wird in schriftlicher Form. Diese Einladung muss den Mitgliedern rechtzeitig zugehen. Die Sitzungen des Jugendrates finden grundsätzlich öffentlich statt. Der Gemeindevorstand kann ebenso seine Mitglieder zur Teilnahme an den Sitzungen des Jugendrates entsenden. Über die Sitzungen gibt es ein Protokoll.

Der Jugendrat der Gemeinde Lautertal setzt sich des Weiteren für das friedliche Zusammenleben aller in Lautertal lebenden Menschen ein, unabhängig von Herkunft, Glauben oder Nationalität. Die gegenseitige Wertschätzung und der Dialog sollen gefördert und gepflegt werden.

Weitere Informationen gibt es auf der Facebook-Seite des Lautertaler Jugendrats. cf

Auch das Angebot vom März 2021 ist aufgrund der Holzpreisentwicklung nicht mehr haltbar. Man müsse aktuell mit dem doppelten Preis für das Bauholz rechnen. Die Firma rechnet mit fallenden Preisen zum Jahreswechsel und möchte deshalb vorher kein neues Angebot abgeben. Frühestens im März des kommenden Jahres könne man sich vorstellen mit dem Projekt zu beginnen.

Turmfest möglich

Davon abgesehen ist es dem Ortsbeirat wichtig, dass die spätere Pflege der Bank ebenfalls von den Mitgliedern des Jugendrats übernommen wird. Pflege heißt, eine regelmäßige Kontrolle, ob an und um die Bank herum noch alles sauber und in Ordnung. Das ist natürlich kein Freibrief für die Nutzer der Bank, die selbstverständlich weiterhin aufgefordert sind ihren Müll am Kaiserturm ordnungsgemäß zu entsorgen. Im Vorfeld überlegten sich die Jugendratsmitglieder bereits, ob man die Einweihung der Bank mit einem Turmfest verbinden könnte. Generell verspricht man sich vom Standort, dass es in Zukunft einige Synergieeffekte geben könnte.

Ideen zum Gemeindejubiläum

Das Thema Bank spielte ebenfalls beim Platz an der Lautertalhalle eine Rolle. Nach aktueller finanzieller Lage können jetzt sogar zwei Bänke aufgestellt und mit einem Metallschild versehen werden. „10. Jugendrat 2019 – 2021“, lautet der Vorschlag für die Beschriftung der beiden Bänke.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Aktuell ist in der Diskussion, wie man im kommenden Jahr das Jubiläum „50 Jahre Lautertal“ feiern kann und möchte. Dabei stellte sich die Frage nach der Beteiligung an einem Umzug, vielleicht zusammen mit der Kerwejugend. Das alles steht noch ganz am Anfang und demnächst wird man sich in der Gemeinde mit verschiedenen anderen Gruppen und Vereinen treffen, um ein Konzept zu erarbeiten. „Ein Umzug durch das ganze Lautertal“, fanden einige durchaus reizvoll, doch verkehrstechnisch sei diese Idee eher unwahrscheinlich.

Beim Thema Halloweenparty fährt der Jugendrat zweigleisig, um kurzfristig auf die dann aktuelle Coronasituation reagieren zu können. Angedacht wurde ebenfalls die Verlagerung nach draußen, sollte das Wetter mitspielen. In der Diskussion rund um Halloween ging es ebenso um das Hygienekonzept und die Einlasskontrolle. Prinzipiell stimmte der Jugendrat für die Durchführung der Party, muss sich allerdings auf eine kurzfristige Entscheidung und Planung für die Party vom 30. auf den 31. Oktober einrichten.

Wahl im Dezember

Deutlich planbarer ist die Beteiligung an der Aufforstungsaktion im Wald. Schon bald steht die Einzäunung des Geländes an. Die zeitliche Abstimmung zwischen Jugendrat und Ortsbeirat läuft bereits.

Aufgrund des Alters einiger Mitglieder wird es bei der Wahl im Dezember 2021 zu Wechseln im Jugendrat kommen. Wie man sich für Nachbesetzungen präsentieren möchte, wurde ebenfalls diskutiert. Die Gelder für die aufblasbare Leinwand sind bewilligt. Jetzt geht es um die Auswahl und konkrete Ideen wann und wie man sie einsetzen möchte.

AdUnit Mobile_Pos4
AdUnit Content_3

Der Jugendrat wird sich ferner überlegen, welche weiteren Anschaffungen und Aktionen auf finanzieller Seite in 2022 in den Haushalt eingestellt werden sollen. Das wird noch im September konkretisiert. Die ausgefallene Veranstaltung des Kikeriki-Theaters wird nachgeholt. Wahrscheinlich in der Faschingszeit 2022. Eine Satzungsänderung zum Thema Sitzungen als Präsenzveranstaltung ist aufgrund der Pandemie in Arbeit. Mit der Änderung könnte man damit auf Onlineveranstaltungen ausweichen. Carolin Bohn bedankte sich bei allen Mitstreitern und Mitstreiterinnen für deren Engagement währen der letzten beiden Jahre und erinnerte an die nächste Sitzung am 24. November.

Freie Autorin

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1