TSV Reichenbach - Hauptversammlung in Corona-Zeiten / Zahlreiche Projekte abgewickelt / Weitere Versammlung über Zusammenschluss mit der SSV geplant Die Geschenke gab es diesmal erst zum Schluss

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Ehrungen mit Abstand beim TSV Reichenbach. Die Hauptversammlung des Sportvereins fand wegen der Corona-Epidemie unter besonderen Bedingungen statt. © Funck

Reichenbach. Fast pünktlich wurde die Mitgliederversammlung des TSV Reichenbach vom Vorsitzenden Steffen Lehrian in der vereinseigenen Turnhalle eröffnet. Die Umstände waren allerdings diesmal deutlich anders: Zu dem Treffen hatten sich trotz der Corona-Epidemie doch rund 50 Vereinsmitglieder eingefunden. Zahlreiche Vorschriften waren einzuhalten, wie Mund-Nasen-Schutz und ausreichend Abstand. Die Stellvertreterin Lehrians, Carmen Maus-Gebauer, überwachte die Vorgaben.

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Besonders begrüßte Lehrian die Ehrenmitglieder sowie die Jubilare des Vereins. Zu Ehren der im Berichtsjahr verstorbenen Mitglieder Walter Müller, Adam Brehm, Walter Meyer, Hermann Gall und Elisabeth Fey wurde zunächst eine Schweigeminute eingelegt.

Etwas weniger Mitglieder

Der Vorsitzende Steffen Lehrian berichtete, dass der Verein 827 Mitglieder zählt. Zum Jahresbeginn 2019 waren es noch 838 gewesen. Der Vorstand habe sich zwölfmal getroffen, um insgesamt 82 Tagesordnungspunkte abzuarbeiten – in engagierter und sachlicher Form zum Wohl des TSV, betonte Lehrian.

Ein Abwasserkanal am Sportplatz sei im vergangenen Jahr erneuert worden, nachdem der alte Kanal verstopft gewesen war. Das Dach des Turnhallenanbaus sei saniert worden, finanziert durch Spenden, Eigenmittel und Zuschüsse, wie Lehrian erinnerte.

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Weitere Projekte stehen allerdings noch bevor. Am Sportplatz ist ein neuer Ballfangzaun notwendig. Die Flutlichtanlage soll außerdem durch eine mit energiesparender LED-Technik ersetzt werden. Auch hier seien Zuschussanträge gestellt worden.

Die Arbeit in den Abteilungen des TSV laufe sehr zufriedenstellend, und im Großen und Ganzen herrsche ein harmonisches Verhältnis, bilanzierte Lehrian. Bei den geselligen Veranstaltungen gelte es, Abstriche zu machen, was die Zahl der Besucher angehe. Trotzdem bedankte Lehrian sich bei den zahlreichen freiwilligen Helfern, die sich bei den Terminen engagierten und ohne die die Angebote gar nicht möglich seien.

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Rechnerin Anja Krämer gab einen detaillierten Überblick über die Einnahmen und Ausgaben im abgelaufenen Geschäftsjahr. Beim TSV werden Summen bewegt wie bei einem kleinen mittelständischen Unternehmen. Krämer zeigte sich erfreut darüber, dass das Spendenaufkommen positiv sei.

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Als Kassenprüfer fungierten Kurt Knappe und Günther Kaffenberger. Dieser gibt einige erläuternde Worte über die Kassenprüfung ab und bestätigten, dass die Bücher korrekt und überschaubar seien.

Treue Mitglieder geehrt

Die Ehrungen treuer Mitglieder mussten wegen der Corona-Regeln diesmal in anderer Form abgewickelt werden. Zunächst wurde über den Werdegang der Jubilare im TSV Reichenbach berichtet. Erst nach dem offiziellen Schluss der Versammlung aber bekamen die Mitglieder dann ihre Präsente überreicht.

Seit 25 Jahre sind Julian Beilstein, Dominic Eckert, Ruth Hallenberger, Claudia Kaffenberger, Martin Knebel, Norbert Knebel, Tanja Kuhn, Andreas Meyer, Oliver Roßmann und René Truckenmüller Mitglied im TSV. Auf 40 Jahre im Verein blicken Karl Burk, Thorsten Hechler, Armin Klippel, Hertha Küfner, Manfred Küfner, Frank Lampert, Klaus Mink, Jochen Müller, Alexander Roß, Karl Schattenfroh, Ulrike Schmidt-Fehr, Werner Schneider, Hannelore Veith und Marcus Vetter zurück.

Für 50-jährige Vereinstreue wurden Günther Kaffenberger, Helmut Kaffenberger, Wolfgang Rausch und Toni Schattenfroh ausgezeichnet. Bereits 60 Jahre halten Peter Beutel, Walter Horn, Peter Kaffenberger, Werner Mink, Karlheinz Peter, Dieter Vetter und Werner Volk dem Verein die Treue. Auf eine 70-jährige Mitgliedschaft blickt Josef Glückschalt zurück.

Rechnerin tritt überraschend ab

Zwei Anträge waren zur Hauptversammlung beim Vorstand eingegangen, über die die Mitgliederversammlung zu befinden hatte. Der erste kam von der stellvertretenden Vorsitzenden Carmen Maus-Gebauer. Sie schlug vor, Nils Kutscher als Beisitzer in das Vorstandsteam aufzunehmen, was einstimmig befürwortet wurde.

Das zweite Thema war nicht so positiv, denn Rechnerin Anja Krämer erklärte ihren Rücktritt von diesem Amt aus besonderen Gründen. Für die Versammlung kam der Schritt überraschend.

Abschließend gab Carmen Maus-Gebauer Einblicke in den Stand der Verhandlungen mit der SSV Reichenbach. Diese war vor einiger Zeit wegen eines Zusammenschlusses der beiden Reichenbacher Sportvereine an den TSV herangetreten. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung soll noch intensiver über das Thema beraten werden.

Da es keine weiteren Wortmeldungen gab, konnte der Vorsitzende Steffen Lehrian nach eineinhalb Stunden die außergewöhnliche Mitgliederversammlung schließen.