Rauchmelder: Feuerwehren raten zu Vorsorge Brandschutz ist keine Glückssache

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Lindenfels. Heute (Freitag) ist er "Tag des Rauchmelders". "Das Glück zieht bei Ihnen ein - wenn Sie am Freitag, dem 13. März, Rauchmelder kaufen und gleich installieren", schreibt dazu die Feuerwehr Lindenfels in einer Mitteilung.

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Am Rauchmeldertag erinnern deutsche Feuerwehren und die Kampagne "Rauchmelder retten Leben" daran, dass privater Brandschutz keine Glückssache, sondern die verantwortungsvolle Aufgabe aller Bürger ist. "Für den Verbraucher in den neun Bundesländern ohne Rauchmelderpflicht bedeutet dies, dass er nach wie vor sein Glück selber in die Hand nehmen und die lebensrettenden Glücksbringer eigenständig kaufen und installieren muss.

In sieben Bundesländern wurde bereits eine Rauchmelderpflicht eingeführt, jedoch liegen die Umsetzungsfristen zum Teil noch in weiter Ferne", sagt Christian Rudolph, Vorsitzender der Kampagne "Rauchmelder retten Leben".

Nachrüstung bis 2014 Pflicht

"An die Wohnungseigentümer in Bundesländern mit Gesetzgebung appellieren wir daher, nicht bis zur Umsetzungsfrist zu warten, sondern ihre Mieter schon vorher mit Rauchmeldern zu schützen."

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In Hessen gibt es seit 2005 in Neubauten sowie bei Umbauarbeiten eine gesetzliche Pflicht zur Installation von Rauchmeldern in Schlaf- und Kinderzimmern sowie Fluren, die als Rettungsweg dienen. In vorhandenen Wohnungen müssen die Geräte bis 2014 nachgerüstet werden.

Wer dem Glück gleich die Tür öffnen möchte, sollte spätestens am heutigen Freitag, dem 13., Rauchmelder zu Hause installieren. Dabei gibt es jedoch einiges zu beachten:

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Empfohlen wird, nur Rauchmelder zu kaufen, die mit einem CE-Zeichen und der Angabe "EN 14604" versehen sind. Dieses CE-Zeichen trifft keine qualitative Aussage über das Gerät, sondern besagt, dass das Produkt in Europa verkauft werden darf.

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"Wenn Sie zusätzlich sicher sein wollen, dass der Rauchmelder ständigen Qualitätskontrollen durch Dritte unterliegt, sollten Sie auf das VdS-Prüfzeichen achten, denn ein anderes Prüfinstitut, das die Qualitätsstandards von Rauchmeldern durch wiederkehrende Kontrollen am Markt prüft, gibt es derzeit in Deutschland nicht", so Björn Probst, Vorsitzender der Lindenfelser Feuerwehr.

Um den jährlichen Austausch der Batterien zu vermeiden, empfiehlt die Feuerwehr Lindenfels zudem Rauchmelder, die über eine Batterie mit einer Lebensdauer von zehn Jahren verfügen.

Der "Tag des Rauchmelders" kann auch zum Batterie-Testtag gemacht werden. Rauchmelder sind - entsprechend der Bedienungsanleitung - mindestens einmal jährlich, einer Funktionsprüfung zu unterziehen.

Mindestausstattung - und in bislang sieben Bundesländern sogar Pflicht - ist die Installation von Rauchmeldern in Schlaf- und Kinderzimmern sowie in Fluren. Empfehlenswert ist die Überwachung jedes Raumes mit einem Rauchmelder, auch im Keller und auf dem Dachboden. Küche und Bad sollten dagegen nicht mit den Geräten ausgerüstet werden.

Die Lindenfelser Feuerwehr will Laufe des Jahres noch eine Informationsveranstaltung zum Thema Rauchmelder anbieten, einen Termin gibt es aber noch nicht. zg