Kommunalwahl - Mit „einem guten Partner“ will CDU-Spitzenkandidat Steffen Gugenberger Heppenheim weiter nach vorne bringen „Ziel ist es, stärkste Fraktion zu bleiben“

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fran
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Die „denkmalgerechte Umgestaltung“ des Kurmainzer Amtshofes ist für Steffen Gugenberger und die Heppenheimer CDU eine „Herzensangelegenheit“. © Lotz

Heppenheim. Bei der Kommunalwahl am 14. März kämpfen acht Parteien und Wählergemeinschaften um den Einzug in die Heppenheimer Stadtverordnetenversammlung. Insgesamt sind dort 37 Mandate zu vergeben. Die acht Spitzenkandidaten beantworten in einer Serie die gleichen Fragen der Redaktion. Zu Beginn äußert sich Steffen Gugenberger von der CDU.

39 Kandidaten fürs Parlament

Die CDU geht mit einer 39 Personen umfassenden Liste in die Kommunalwahl.

Angeführt wird die Liste vom Vorsitzenden des Stadtverbandes, Steffen Gugenberger, und der amtierenden Stadtverordnetenvorsteherin Susanne Benyr.

Weiter nominiert wurden Hermann Peter Arnold, Peter Engelhardt, Johanna Jacobi, Isa Serdani, Markus Viereckl, Heidrun Barbara Jäger, Jürgen Semmler, Tobias Wohlfart, Anna-Lena Trares, Klaus Bitsch, Jens Karsten, Kerstin Vogl, Karsten Lang, Thomas Vettel, Daniela Engelhardt, Nicholas Krömker, Benjamin Leonhardt, Marion Rauscher, Daniel Heinz, Christoph Zahn, Markus Nowak, Thomas Rech, Carina Koch, Christian Böhm, Benjamin Vettel, Wolfgang Gruß, Franziska Kramer, Dieter Wohlfart, Karl Bräunig, Laurenz Biehl, Josef Tilger, Thomas Wieland, Fabian Krömker, Herbert Schönauer, Volker Gerstorfer, Willi Bauer und Heike Gugenberger. fran

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Wie hat sich die Kreisstadt Heppenheim aus Sicht Ihrer Partei in der vergangenen Legislaturperiode verändert?

Steffen Gugenberger: Gemeinsam mit unserem Partner konnten wir die Entwicklung Heppenheims positiv gestalten. Dringend benötigter Wohnraum ist in vielfältiger Form entstanden. Im neuen Gewerbegebiet haben herausragende Heppenheimer Unternehmen investiert und Arbeitsplätze geschaffen. Hohe Investitionen in Kindergärten sowie die Einstellung vieler qualifizierter Erzieherinnen war uns wichtig für unsere Kinder. Die gute Ausstattung unserer Feuerwehr ist und bleibt uns wichtig. Investitionen in regenerative Energien und in Energiesparmaßnahmen dienen dem Klimaschutz. Mit der Generalsanierung des Wasserwerks ist eine sichere Versorgung gewährleistet. Die Sanierung des denkmalgeschützten Metzendorfhauses unterstützt eine lebendige Innenstadt. Unsere Anstrengungen, solide Finanzen zu schaffen, haben sich gelohnt und sind die Basis für die Zukunft.

Wie kann der ÖPNV in der Stadt (wieder) attraktiver werden?

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Gugenberger: In den letzten Jahren wurde in diesem Bereich stark investiert. Wir freuen uns, dass der Kreis neue Buslinien eingerichtet hat. Die Anbindung des Kreiskrankenhauses wurde verbessert. Wir unterstützen ausdrücklich eine Buslinie von und nach Laudenbach. Der barrierefreie Ausbau der Bushaltestellen wird weiterhin umgesetzt. Neue Fahrgastinformationssysteme sind in Planung. Wir befürworten eine Vereinfachung des Systems und verstärkte Marketingmaßnahmen.

Wie kann dem hohen Verkehrsaufkommen in der Heppenheimer Innenstadt entgegengewirkt werden?

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Gugenberger: Wir unterstützen den überörtlichen Ausbau der B 38 a und der B 47, um die Pendlerströme in Heppenheim zu verringern. Mit lärmmindernden Maßnahmen und einer Verkehrsüberwachung möchten wir die Anwohner dauerhaft entlasten.

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Der Parkraum ist hingegen recht knapp bemessen. Wie könnte dieses Problem gelöst werden?

Gugenberger: Wir möchten Parkraum für alle Verkehrsteilnehmer und befürworten die Nutzung des ÖPNV. Der vorhandene Parkraum erhält ein verbessertes Parkleitsystem und die Möglichkeit des Handyparkens. Die Tiefgarage unter dem Müller-Markt wird in Abschnitten saniert. Für die Neugestaltung des Parkhofs ist die Planung beauftragt. Wir unterstützen den Neubau eines Parkhauses in der Siegfriedstraße. Dieses vermindert den Parkdruck in der Altstadt.

Wie bewerten Sie die Situation auf dem Heppenheimer Immobilienmarkt?

Gugenberger: Die CDU hat in den letzten Jahren mit der Erschließung von Bauvorhaben für neuen Wohnraum in vielfältigen Formen gesorgt. Das begonnene Wohngebiet in der Gunderslache soll fertiggestellt werden und die „Alte Kaute“ wird geplant. Mit der Erweiterung des Grüngürtels werden wir die Wohn- und Lebensqualität erhöhen. Wir fördern die Nachverdichtung und Lückenbebauung und gehen verantwortungsvoll mit dem Grund und Boden, dem Flächenverbrauch und der Bodenversiegelung um. Wir wollen der Jugend in den Stadtteilen eine Perspektive geben und das Bauen ermöglichen. Die vorhandenen Entwicklungspotenziale Heppenheims wollen wir noch besser nutzen, um bezahlbaren Wohnraum zu erschließen.

Wo kann der Hebel angesetzt werden, damit die Stadt attraktiver für Touristen wird?

Gugenberger: Unsere Stadt ist besonders bei Tagestouristen beliebt, weshalb wir ein breites Spektrum an Gastronomieangeboten unterstützen und uns für den sanften Tourismus einsetzen. Dabei steht die Verbesserung von Rad- und Wanderwegen genauso im Fokus, wie der Bau von Stellplätzen für Wohnmobilisten in der Gunderslache. Wir wollen den Erhalt und die nachhaltige Pflege unserer Naherholungsgebiete am Bruchsee, der Starkenburg und in unserem Stadtwald und unterstützen die Entwicklung unserer historischen Altstadt.

Wie könnte der „Schandfleck“ Europaplatz attraktiver gestaltet und künftig genutzt werden?

Gugenberger: Der Europaplatz wurde zum Hessentag erstellt und erfüllt seinen Zweck als vielfältige Veranstaltungsfläche. Die Zufahrt zum Parkplatz wird gerne als Park-and-Ride-Möglichkeit angenommen. Die E-Ladesäulen tragen den Erfordernissen der Zukunft Rechnung. Das Begrünungskonzept wird umgesetzt. Es werden Bäume gepflanzt, die den Platz ökologisch aufwerten. Vorstellbar wäre in der Zukunft eine behutsame bauliche Entwicklung in einem Teilbereich.

Wie kann die Kreisstadt für junge Familien, aber auch für die älteren Bürgerinnen und Bürger attraktiver werden?

Gugenberger: Wir investieren massiv in den Ausbau der Kinderbetreuung, die Pflege der Spielplätze und Freizeiteinrichtungen. Weiterhin planen wir den Bau einer Grillhütte. Wir unterstützen das breite Kultur- und Sportangebot unserer Stadt und setzen uns für die Förderung der ehrenamtlichen Arbeit in den Vereinen ein. Mit dem Neubau der Nibelungensporthalle und der Erhaltung der Sportstätten erhöhen wir die Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten. Die denkmalgerechte Umgestaltung des Kurmainzer Amtshofes zu einem Kulturzentrum ist uns eine Herzensangelegenheit. Für ältere Menschen werden wir den Ausbau an Tagespflegeeinrichtungen und die Kurzzeitpflege forcieren und mit Seniorenangeboten die Einbringung in das gesellschaftliche Leben weiter fördern. Vorbild für uns sind das Dorfcafé in Wald-Erlenbach und der zukünftige Dorfladen in Hambach. Die Anzahl der Sitzgelegenheiten in der Stadt werden ausgeweitet. Die Sauberkeit und die Sicherheit haben weiterhin eine hohe Priorität, deshalb unterstützen wir die Arbeit der Stadtpolizei und des Bauhofes.

Mit welchem Ziel gehen Sie in den Wahlkampf und auch in die Kommunalwahl 2021?

Gugenberger: Unser Ziel ist es, stärkste Fraktion zu bleiben und mit einem guten Partner Heppenheim weiterhin nach vorne zu bringen. Mit unseren Persönlichkeiten in den Ortsbeiräten stärken wir unsere Stadtteile. fran