Bilanz - Drei Tage lang hat die Genossenschaft beim Wein- und Sektfest gezeigt, was sie zu bieten hat / Besucherzahlen deutlich gestiegen Winzer sind sehr zufrieden

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jr
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Heppenheim. Eineinhalb Stunden: So lange dauerte es am Freitagabend, bis die 180 vorhandenen Steaks weg waren und die Mitarbeiter der Bergsträßer Winzer eG ausschwärmten, um bei den nahen Metzgereien Nachschub zu besorgen. Etwa genauso lange hielt das Wechselgeld. Mit einem solchen Andrang beim Weinfest hatte man denn doch nicht gerechnet.

Tolles Wetter, gute Stimmung: Viele Besucher haben es sich am Wochenende auf dem Betriebsgelände der Winzergenossenschaft und im „Viniversum“ gut gehen lassen. © Lotz
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Drei Tage lang, von Freitag- bis Sonntagabend, hat die Genossenschaft in Heppenheim gezeigt, was sie zu bieten hat. Weinproben, Führungen und Planwagenfahrten standen auf dem Programm, dazu gab es Musik für (fast) jeden Geschmack. Wie viele Gäste es an diesem Wochenende waren, die sich auf dem Betriebsgelände und im „Viniversum“ an der Darmstädter Straße einfanden, konnte Geschäftsführer Patrick Staub gestern noch nicht sagen.

Genaue Zahlen stehen noch aus

„Aber die Besucherzahlen der vergangenen Jahre dürften deutlich übertroffen worden sein“, meint er. Staub zeigte sich denn auch sehr zufrieden mit der Resonanz auf das Fest: Überall auf dem Gelände herrschte an diesem letzten August-Wochenende lebhafter Betrieb, und von den oben genannten kleinen Mängeln abgesehen ging die Veranstaltung bei bester Stimmung und ohne Probleme über die Bühne.

Maßgeblich trugen dazu natürlich die etwa 30 Mitarbeiter der Winzer eG bei, die sich im Schichtbetrieb um die Gäste kümmerten. Während ein Teil dieser Mitarbeiter gestern mit Aufräumen beschäftigt war, wurde in den Büros eifrig gezählt und gerechnet. Wie hoch der Umsatz war, wie viele Liter Wein und Sekt über die Theke gingen, konnte Staub zu Wochenbeginn noch nicht sagen.

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Zumal die Winzer eG am Wochenende noch an einem ganz anderen Ort eingebunden war, nämlich beim Museumsuferfest in Frankfurt mit seinem Millionenpublikum. Am Main vertreten wurden die Bergsträßer von der Jungwinzerinnengruppe „Vinas“, die auch für den von Popmusik geprägten Freitagabend in Heppenheim sorgte. Staub ist voll des Lobes für die Winzerinnen, die immer mehr dazu beitragen, auch junges Publikum für Bergsträßer Wein zu begeistern.

Was die großen Feste im Jahresablauf der Winzer eG angeht, ist jetzt aber erst einmal Pause, wie der Geschäftsführer bestätigt. Stattdessen wird man sich in den nächsten Wochen auf die kommende Weinernte vorbereiten. Zum Ende der Weinlese 2018, die am 21. August so früh wie nie zuvor gestartet und am 5. Oktober bereits beendet war, war in Heppenheim vom „vielleicht besten Jahrgang“ der vergangenen 15 Jahre die Rede.

Wohl keine verfrühte Lese

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2,5 Millionen Liter brachte der Jahrgang 2018 trotz eines rekordverdächtig trockenen Sommers, das Mostgewicht pendelte zwischen 98 Grad Oechsle beim Cabernet Sauvignon und 121 Grad beim Spätburgunder. Auch für den kommenden Jahrgang erwartet Staub ein gutes Ergebnis – so früh wie 2018, als die Vegetation mehrere Wochen Vorsprung hatte und man Gefahr lief, dass die Früchte in den Wingerten vertrocknen, wird die Lese aber in diesem Jahr nicht starten.

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Staub geht davon aus, es voraussichtlich am 13. September losgeht. „Das entspricht dem langjährigen Lesebeginn und wir sind froh darüber“, sagte er. Dass man die Ernte jetzt in Ruhe organisieren kann, bewahrt die Winzer davor, wieder in Hektik verfallen zu müssen. jr