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Freizeit - Auf Martin Fraune folgt Christoph Hussong als neuer Vorsitzender / Sponsoren haben den Verein während der Corona-Krise über Wasser gehalten

Wechsel an der Spitze von Forum Kultur

Von 
jn/ü
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Martin Fraune (links) hört auf, neuer Vorsitzender von Forum Kultur ist jetzt Christoph Hussong. © Arne Schumacher

Hepenheim. „Unverdrossen“ ist das Wort, das Martin Fraune bei der Mitgliederversammlung von Forum Kultur seinem Ausblick auf die neue Saison voranstellte. Denn nur so lässt es sich beschreiben, wie der Vorstand des gemeinnützigen Vereins nach einer kurzen und einer sehr, sehr langen Veranstaltungspause dennoch hofft, nun wieder eine komplette Spielzeit bestreiten zu können: für den guten Ruf von Forum Kultur, für die engagierten Künstler und natürlich die Besucher, die alle Jahre von September bis Mai auf hochkarätige Events zählen konnten.

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Aufgeben war keine Option

Und noch ein Wort hat am Dienstagabend im Ballsaal des „Halben Monds“ sogar eine Premiere gefeiert: Rückentwickeln – denn diese für die ehrenamtlichen Veranstalter gänzlich ungewohnte Durststrecke zwischen Terminabsagen und Ticketerstattungen hätte, so Fraune weiter, die Vereinstätigkeiten konkurrenzlos dominiert. „Wie gehen wir mit der Situation um, welcher Spielraum bleibt uns noch, wie wird es weitergehen – diese Fragen haben uns in Online-Konferenzen beschäftigt, aber wir haben einen klaren Kopf behalten und uns den Herausforderungen in diesen so außergewöhnlichen Zeiten gestellt.“ Insofern war Aufgeben keine Option – eine Entscheidung, die auch durch den Kassenbericht von Rechner Michael Stahl gestützt wurde. Denn trotz zahlreicher ausgefallener Veranstaltungen ist die finanzielle Lage des Vereins überschaubar geblieben, dank der Solidarität vieler Kulturfreunde, die ihr Eintrittsgeld spendeten, zum einen, zum anderen dank der Treue der aktuell 326 Mitglieder und Sponsoren, vor allem der Hauptunterstützer Sparkassenstiftung Starkenburg und Stadt Heppenheim. Eine willkommene Hilfe in der Not, die Forum Kultur auch selbst geben konnte. 10 000 Euro flossen aus dem Programmpreisfonds „Applaus“ der Initiative Musik. Gewürdigt wurde damit die Sparte Jazz jetzt zum dritten Mal nach 2016 und 2019. Das Geld hat der Verein auch für die Zahlung von Ausfallgagen an die Künstler verwendet.

Saisonstart mit „Wildes Holz“

Ein kleines Licht am Ende des Tunnels also – und für Martin Fraune in seinem letzten offiziellen Auftritt nach zehn Jahren als Vorsitzender ein Fazit zweier „Wackelsaisons“, das nicht allzu pessimistisch ausfiel. Wie erwartet, rückte bei der Neuwahl des Vorstands Vize Christoph Hussong nach, der seinem Vorgänger beste und konstruktive Arbeit bescheinigte: „Er hat es immer geschafft, die vielen eigenen Köpfe im Vorstandsgremium unter einen Hut zu bringen – das hat uns vorangebracht.“

Hussong selbst sieht seine neue Aufgabe als „Ehre und Verpflichtung“, dankte für den Vertrauensvorschuss und kann dabei mit einem eingespielten Team punkten. Ebenfalls einstimmig votierten die Mitglieder am Dienstagabend für Verena Seeger als zweite Vorsitzende und bestätigten Rechner Michael Stahl im Amt. Als Beisitzer bleiben die Spartenverantwortlichen Judith Bert und Ruth Lehmann (Kindertheater), Monika Hebbeker (Literatur), Gabriele Hussong („KunstStück“), Rolf Freiberger (Jazz), Martin Fraune (Kammerkonzerte) sowie Willi Heinz (Mitgliederverwaltung) dem erweiterten Vorstand auch in den kommenden zwei Jahren erhalten.

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Nach der Saisoneröffnung mit „Wildes Holz“ am 19. September um 17.30 Uhr im Ballsaal „Halber Mond“, einem besonderen Konzert für Mitglieder und Sponsoren mit eventuellen Restkarten an der Abendkasse, hat die neue Saison 38 Veranstaltungen im Angebot. Durch das beschränkte Platzangebot an den neun Spielstätten empfiehlt Forum Kultur, den Online-Vorverkauf zu nutzen, der bis Jahresende bereits freigeschaltet ist und laut Christoph Hussong schon gut angenommen wird.

Denkt auch der neu formierte Vorstand bereits über weitergehende Konzepte nach? Ja, es gibt Überlegungen, eine neue Sparte für das jüngere Publikum ins Leben zu rufen, auch bisher weniger bekannten Künstlern eine Chance zu geben – doch das ist im Moment eher Zukunftsmusik. jn/ü

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