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Planung - Kirschhausens Ortsbeirat legt die künftige Farbgestaltung des Wilhelm-Schäfer-Platzes fest / 200 000 Euro stehen für dessen Sanierung zur Verfügung

Vier Stimmen für dunkel und drei Stimmen für hell

Von 
jr/ü
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Kirschhausen will den Wilhelm-Schäfer-Platz aufwerten. Neben einer ansprechenden Pflasterung soll es auch einige Sitzbänke sowie Ladesäulen für E-Mobile geben. © Sascha Lotz

Kirschhausen. Hell oder dunkel? Buntsandstein oder Granit? Groß war die Auswahl nicht, die Kirschhausens Ortsbeirat hatte, als er über die künftige Farbgestaltung des Wilhelm-Schäfer-Platzes entscheiden sollte. Und wirklich einer Meinung war das Gremium auch nicht, als es sich am Ende auf Vorschlag von Ortsvorsteher Peter Engelhardt (CDU) mehrheitlich für dunkel und Granit entschied: Vier Stimmen für dunkel, drei Stimmen für hell, zwei unentschieden.

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Engelhardt hatte argumentiert, dass eine helle Oberfläche innerhalb kurzer Zeit verschmutzt und damit unansehnlich werden könnte. Christoph Zahn (CDU), der in der Sitzung in der Alten Schule den Magistrat vertrat, hatte zuvor für hell plädiert: Vor allem bei Festen im Sommer könne es heiß werden auf dunklem Pflaster.

Ende der Debatte in Sicht

Ob es so schlimm wird, bleibt abzuwarten. Auf alle Fälle zeichnet sich nun ein Ende der Diskussionen um den an der B 460 gelegenen Platz ab. 200 000 Euro stehen für dessen Sanierung noch in diesem Jahr zur Verfügung, wobei ein Teil des Geldes bereits ausgegeben wurde. Und Engelhardt machte auch deutlich, dass es nicht die ganz große Lösung ist, die jetzt umgesetzt wird. Neben der Pflasterung gibt es einige Sitzbänke entlang der südlichen Begrenzung und eine Sitzecke samt „Dorflinde“ im hinteren, südwestlichen Bereich des Platzes.

Für E-Mobile sollen drei Ladesäulen installiert werden. Auf eine Markierung der Parkplätze wird verzichtet. Engelhardt: „Es hat in der Vergangenheit gut ohne funktioniert.“ Allerdings werden Behindertenparkplätze ausgewiesen. Elektrizität wird es auch für künftige Festivitäten geben, je nach Machbarkeit auch Wasser- und Abwasseranschlüsse. Darüber hinaus sollen im Pflaster Hülsen fest installiert werden, die das Gestänge des Festzeltes aufnehmen können.

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Ob das Festzelt in naher Zukunft überhaupt gebraucht wird, ist eine berechtigte Frage. Denn coronabedingt könnte es noch dauern, bis wieder in größerem Maßstab gefeiert werden kann. Der Weihnachtsmarkt beispielsweise wird voraussichtlich ausfallen, schon weil das Feuerwehrgerätehaus in der Pandemie nicht zur Verfügung gestellt werden kann. Und auch die Seniorenfeier steht – so wie in allen Stadtteilen – auf wackeligen Füßen, wie Christoph Zahn sagte: „Alles, was innen stattfindet, ist ein Problem.“

Ein anderes Problem ist der Mangel an Baumöglichkeiten. Allerdings gibt es hier Bewegung, wie der Ortsvorsteher in Anwesenheit von etwa einem Dutzend Bürgern mitteilen konnte: Für das Neubaugebiet „Auf der Bein“ gibt es – wie bereits gemeldet – einen Investor, der 28 Doppel- und Reihenhäuser errichten will, und andere potenzielle Baugebiete wie beispielsweise am Reiterweg oder Weißäcker geraten langsam ins Blickfeld. Nichts Neues hatte Engelhardt der Runde im ersten Stock der Alten Schule zum Thema „Nahversorger“ zu berichten: Die Pläne für einen Einkaufsmarkt am östlichen Ortsrand ruhen weiter im Regierungspräsidium Darmstadt.

Vorschläge für den Haushalt

Thema im Ortsbeirat, der zuletzt am 5. Mai zusammengekommen war und die nächste Sitzung auf den 24. November terminiert hat, waren auch Vorschläge für den kommenden Doppelhaushalt 2022/23. Denn der wird in den kommenden Monaten diskutiert und legt fest, was in der Kernstadt und ihren Stadtteilen an Projekten umgesetzt werden kann. Für Kirschhausen stehen hier zwei „dicke Brocken“ auf der Wunschliste: die Sanierung des Sportlerheims und die des ersten Obergeschosses im Dorfgemeinschaftshaus (Alte Schule).

Vor allem das Sportlerheim könnte teuer werden: Erneuert werden müssen Heizung, Toiletten, Küche, Saal und Außenfassade, und wie bei anderen Sanierungen könnten Investitionen in den Brandschutz erhebliche finanzielle Mittel erfordern. Ein bedeutender Kostenfaktor wird auch die Sanierung des Kunstrasens sein, der nach 17 Jahren Nutzung ausgelaugt ist – es war die erste derartige Fläche in der Kreisstadt.

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Aber auch ins Dorfgemeinschaftshaus wird man investieren müssen: Toiletten, Beleuchtung, Bodenbelag müssen saniert werden, die Wände frisch gestrichen werden. Und auch im Treppenhaus müsste sich etwas tun, meinte Stadtrat Zahn: Das sei möglicherweise gefährlich für die Kleinen der seit Februar im Erdgeschoss untergebrachten Kita „Sonnenblume“.

Weniger kostenintensiv, aber willkommen wären den Kirschhäusern unter anderem ein „Stadtteilmitarbeiter“, ferner das Anlegen und die Pflege von Wegen, Grünflächen und vor allem Spielplätzen. Die Wunschliste geht jetzt ins Rathaus. jr/ü

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