Wein- und Sektfest - Bei sommerlicher Hitze kamen am Wochenende zahlreiche Besucher zur Winzer eG / Führungen und Musik Raritäten und Spritziges im Glas

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olo
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Trotz der sommerlichen Hitze kamen die Besucher am Wochenende in großer Zahl zum Wein- und Sektfest der Winzergenossenschaft. © Lotz

Heppenheim. Bei schönstem Sommerwetter kamen die Besucher am Wochenende in Scharen zum Wein- und Sektfest der Bergsträßer Winzergenossenschaft in Heppenheim. Drei Tage lang konnte man dort bei Musik verweilen, Wein und Sekt verkosten und an lehrreichen Führungen teilnehmen. Überall auf dem Gelände herrschte gestern reger Betrieb.

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Im Hof spielten am späten Vormittag die Original Blütenweg-Jazzer und brachten einige Paare zum Tanzen. Zum Mitfahren luden die Planwagenfahrten durch die Heppenheimer Weinberge ein. Hans Engelhardt informierte dabei Dutzende Interessierte über die an der Bergstraße gedeihenden Reben und die daraus entstehenden Produkte.

Wer es etwas kühler mochte, war bei einer Führung durch das „Viniversum“ richtig. Geschäftsführer Patrick Staub höchstpersönlich führte die Besucher am Sonntagnachmittag durch die Wein-Erlebniswelt. Und wer noch nicht von der Vielfalt der heimischen Rebensäfte überzeugt war, der war es nach der Führung zweifellos. Zum Auftakt genossen die Teilnehmer einen spritzigen Sekt und vergaßen dabei nicht, dem Experten zahlreiche Fragen zu stellen.

Wird der Sekt hier im Haus hergestellt? Gab es im vergangenen Jahr wirklich einen Jahrhundert-Jahrgang? Wie kam es zur Wiederentdeckung des Roten Riesling? Staub beantwortete alle Fragen und freute sich über das Interesse der Gäste. Wie sie erfuhren, wird der Sekt von einem langjährigen Partner hergestellt und 2018 war tatsächlich ein fast perfektes Jahr für die Winzer.

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„Nur ein paar Lagen in Auerbach hatten Probleme wegen des sandigen Bodens“, erklärte der Weinfachmann. Gerade wegen der Klimaveränderung würden auch neue Rebsorten ausprobiert, die widerstandsfähiger und robuster gegen Pilzkrankheiten sind. Zugleich schaue man auch nach alten Rebsorten wie eben dem Roten Riesling, einem Weißwein, der ideal zum Spargel passt.

Alte Ressourcen erhalten

Weitere alte Rebsorten wachsen auf dem Steinkopf. „Wir wollen diese alten Ressourcen erhalten, denn sie haben zum Teil interessante Aspekte“, so Staub. Er hob aber auch die Premium-Weine der Winzergenossenschaft hervor: Es sei viel Handarbeit vonnöten, um einen Wein zu erhalten, der aromaintensiver sei. Unabhängige Prüfer kontrollieren, ob die Vorgaben eingehalten werden.

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„Wir erhalten jedes Jahr Lob dafür“, versicherte der Geschäftsführer und zeigte sich optimistisch, dass auch 2019 ein guter Weinjahrgang wird. Voraussichtlich beginnt die Lese – zunächst für den Federweißen – am 13. September.

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Angenehm abkühlen konnten sich die Teilnehmer der Führung im Weinkeller – hier gab es Holzweinfässer mit filigraner Schnitzkunst zu bestaunen, und auch einen Blick auf die gut gesicherten Raritäten der Winzer eG – edelsüße Weine seit 1959 – war möglich, die im kühlen Keller lagern. Kostproben gab es nicht nur für die Gäste der Raritätenweinprobe am Samstagabend, auch die Führungsgäste genossen Trocken- und eine Riesling-Beerenauslese.

Sekt konnte man diesmal bei speziellen Verkostungen probieren und am Freitagabend stellte die Jungwinzerinnenvereinigung „Vinas“ ihr neues Produkt vor. Sie hießen die vielen Gäste gemeinsam mit der Bergsträßer Gebietsweinkönigin Carolin Hillenbrand willkommen. Die Besucher des Wein- und Sektfestes freuten sich nicht nur über abwechslungsreiche Rebensäfte, sondern auch über das bunte Programm. olo