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Gedenken

Neue Stolpersteine für Heppenheim

Von 
fran/ü
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Heppenheim. 27 Stolpersteine hat der Kölner Künstler Gunter Demnig in Kooperation mit dem Verein „Stolpersteine Heppenheim – Erinnern für die Zukunft“ seit 2014 in der Kreisstadt verlegt. Elf weitere Steine sollen laut Mitteilung der Vereinsvorsitzenden Sabine Fraune am 8. Februar (Dienstag) vor den ehemaligen Wohnorten dreier jüdischer Familien verlegt werden.

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Fünf Stolpersteine finden demnach vor dem Haus In der Krone 7 ihren Platz. Hier befand sich einst das Schuhgeschäft und Wohnhaus der Familie Goldblum. Bertha und Leopold Goldblum lebten dort mit ihren Kindern Flora, Irma und Bernhard. Die damals 27-jährige Flora flüchtete 1936 vor dem nationalsozialistischen Regime in die USA. Bernhard und Irma folgten ihrer Schwester.

Leopold Goldblum wurde nach der Pogromnacht im November 1938 verhaftet und kam ins Konzentrationslager nach Dachau. In der Zwischenzeit wurde das Visum für Bertha und Leopold Goldblum genehmigt und im Februar 1939 konnten auch sie in die USA ausreisen.

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Auftakt an der Lorscher Straße

Ebenfalls fünf Stolpersteine werden für die jüdische Familie Meyer verlegt. Arthur und Helene wohnten mit ihren Söhnen Hans, Herbert und Ernst in der Höhn‘schen Villa an der Ernst-Ludwig-Straße 2. 1934 verließ die Familie Nazi-Deutschland und zog in die Niederlande, ins vermeintlich sichere Ausland. Helene und Arthur Meyer kamen 1943 in Auschwitz ums Leben, der jüngste Sohn Ernst wurde in Sobibor ermordet. Hans und Herbert überlebten unter schwierigsten Bedingungen in den Niederlanden.

Ein weiterer Stein erinnert an Nathan Friedmann. Der Stein werde vor dem ehemaligen Wohnhaus des jüdischen Lehrers und Kantors an der Lorscher Straße 23 verlegt, so Sabine Fraune. Dort beginnt am 8. Februar um 9 Uhr die öffentliche Gedenkveranstaltung des Vereins „Stolpersteine Heppenheim“. Von dort aus geht es an die beiden weiteren Orte. Laut Mitteilung werden Angehörige der Familie Meyer erwartet, die aus den Niederlanden anreisen.

Seit 2014 haben die Heppenheimer Einwohner großen Anteil an der Arbeit des Vereins genommen; alle bisherigen Stolpersteine wurden aus der Bevölkerung heraus finanziert. Der Vereinsvorstand ist zuversichtlich, dass dies auch jetzt wieder der Fall sein wird. fran/ü

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