Großprojekt - Baugenehmigung für das auf 7,65 Millionen Euro geschätzte Gebäude liegt vor / Bis Ende 2021 soll es errichtet sein Neubau der Nibelungenhalle kann starten

Von 
jr
Lesedauer: 
Die alte Nibelungenhalle wird durch einen Neubau ersetzt. Die Fläche dafür ist bereits vorbereitet. © Lotz

Heppenheim. Sämtliche Leitungen liegen, der Basketballplatz ist weg und das Baufeld damit freigeräumt. Die versorgungstechnischen und räumlichen Voraussetzungen sind damit gegeben, und im Prinzip könnte die Stadt loslegen mit dem Neubau der Nibelungenhalle am Starkenburg-Stadion.

Vereinshaus für Sportler

Die künftig in der neuen Nibelungenhalle zur Verfügung stehende Infrastruktur hat zur Folge, dass das einige Meter entfernt im Nordteil des Starkenburg-Stadions stehende Umkleidegebäude anderweitig genutzt werden kann.

Das Gebäude soll nach den vor einigen Monaten vorgelegten Plänen künftig als „Vereinshaus“ unter anderem den Kraftsportlern des TVH dringend benötigte Räumlichkeiten bieten. jr

AdUnit urban-intext1

Wird sie auch – und zwar voraussichtlich im August. Die Baugenehmigung, so Heppenheims Erste Stadträtin Christine Bender (SPD), liegt seit Kurzem vor.

Nach der Submission – also der Angebotsabgabe der Bieter im Rahmen der Ausschreibung – hat die Stadt die Wahl zwischen mehreren Unternehmen, die den Rohbau übernehmen wollen. Ein erfreuliches, weil nicht unbedingt erwartetes Ergebnis: In den vergangenen Jahren gab es immer wieder erhebliche Probleme, Auftragnehmer für Projekte der Stadt zu finden. Aber wie es scheint, sind die lange üppig gefüllten Auftragsbücher in der Baubranche dünner geworden, viele Unternehmen wickeln nur noch ab, was in den Vorjahren hereingekommen ist.

Optimismus in Sachen Zeitplan

Es besteht also die begründete Hoffnung, dass das für die nächsten Jahre teuerste Projekt der Stadt so wie geplant bis Ende 2021 umgesetzt sein kann. 7,65 Millionen Euro sollen maximal (der Betrag ist gedeckelt) in die neue Halle gesteckt werden, die die alte ersetzen wird. Denn die hätte mit einem so hohen finanziellen Aufwand saniert werden müssen, dass sich das Stadtparlament – in einer Zeit, in der von der Corona-Krise noch keine Rede war, muss hinzugefügt werden – zum Millionenprojekt durchrang.

AdUnit urban-intext2

Wobei ein großer Teil dieser Summe, nämlich um 4,5 Millionen Euro, als Zuschuss aus der sogenannten „Hessenkasse“, also über Landesmittel, hereinkommt. Und nach Aussage von Bürgermeister Rainer Burelbach (CDU) trotz der massiv schlechteren Aussichten auch für den Landeshaushalt nicht infrage steht. Ebenso wenig übrigens wie die Mittel im Doppelhaushalt der Stadt, deren Einnahmen im Zusammenhang mit der Pandemie ebenfalls einbrechen dürften.

Die Halle soll 52 Meter lang, 47 Meter breit und bis zu 9,50 Meter hoch werden. Das Handballfeld wird die Maße 40 mal 20 Meter haben. Eine Dreiteilung ist durch Vorhänge möglich, dann bietet jedes der drei Spielfelder 27 Mal 15 Meter. Etwa 500 Zuschauer sollen auf mobilen Tribünen Platz finden. Hinzu kommen bei Bedarf Stehplätze auf der Galerie. Darüber hinaus gibt es drei Geräteräume, sechs Umkleideräume mit jeweils 20 Spinden, zwei Toiletten auf der Südwestseite des Neubaus, die auch von Stadionbesuchern genutzt werden können und im Obergeschoss mehrere Technikräume.

AdUnit urban-intext3

Der Haupteingang jedenfalls wird sich künftig nicht mehr auf der Nord-, sondern der Westseite befinden und soll dafür sorgen, dass die Nachbarn weniger stark unter den Geräuschemissionen der Sportstätte zu leiden haben. Hier wird es auch ein Foyer geben, einen Mehrzweckraum, der bei Bedarf für größere Empfänge oder aber auch für Gymnastikgruppen genutzt werden kann. Darüber hinaus soll es eine vollständig ausgerüstete Küche geben.

AdUnit urban-intext4

Ist die neue Halle gebaut, wird die alte niedergelegt. Was aus dem dann entstehenden Freiraum wird, ist, wie Burelbach bei der Vorstellung des Entwurfs im vergangenen Jahr sagte, noch völlig offen. Pläne, die Fläche zu bebauen, gebe es seitens der Stadt jedenfalls nicht. Man werde auf den Kreis zugehen und sehen, ob der das Areal möglicherweise als Erweiterungsfläche für die benachbarte Nibelungen-Grundschule brauchen könne. jr