Unfallstatistik: 2008 starben 16 Menschen auf Bergsträßer Straßen Mehr Tote, weniger Unfälle

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Bergstrasse. Nachdem das Polizeipräsidium Südhessen in den vergangenen Tagen bereits über eine rückläufige Entwicklung der tödlichen Unfälle in den Landkreisen Darmstadt-Dieburg, Bergstraße, Groß-Gerau und Odenwald informierte (wir berichteten), legte Polizeihauptkommissar Klaus Arnold von der Polizeidirektion Bergstraße jetzt die detaillierte Unfallbilanz 2008 für den Kreis Bergstraße vor. Traurig stimmt dabei die Zahl von 16 Unfalltoten, die gegenüber dem Vorjahr um sechs Opfer anstieg. "Kurz vor Weihnachten hatten wir auf der Bundesstraße 44 bei Biblis einen schweren Unfall mit drei Toten", erklärte Arnold, dass sich solch ein tragischer Vorfall deutlich in der Statistik widerspiegele.

Zahlreiche Fälle von Unfallflucht

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Alle anderen Zahlen zeigen einen positiven Trend. So sank die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle von 4452 im Jahr 2007 auf 4314 Unfälle in 2008. Während 2007 noch 988 Personen zu Schaden kamen, sank die Zahl im vergangenen Jahr auf 937. Vor zwei Jahren wurden 208 Schwer- und 1019 Leichtverletzte registriert, im vergangenen Jahr waren es 180 beziehungsweise 997.

Arnold bestätigte im Gespräch mit dem Bergsträßer Anzeiger, dass die Zahl der Unfallflüchtigen immer noch unerfreulich hoch sei. Während sich 2007 insgesamt 1387 Personen unerlaubt vom Unfallort entfernten, blieb diese Zahl mit 1357 Vorfällen in 2008 fast unverändert. An den Unfällen beteiligt waren im vergangenen Jahr 87 Fußgänger (2007: 91), 261 Radfahrer (2007: 257) und 219 motorisierte Zweiradfahrer (2007: 279).

Die rückläufige Zahl der Unfälle, an denen Motorradfahrer beteiligt waren, begründete Arnold unter anderem mit einem kalten Sommer in 2008, während 2007 die heißen Monate deutlich länger zum Motorradfahren einluden. Außerdem habe die Polizei mit einer Aktion im Sommer auf die spezifischen Gefahren für Motorradfahrer im Straßenverkehr aufmerksam gemacht.

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Die Zahl der alkoholisierten oder unter anderen Rauschmitteln stehenden Unfallverursacher lag 2007 bei 215 Personen und war im vergangenen Jahr mit 179 Fällen ebenfalls rückläufig.

"Die wesentlichste Unfallursache sind nach wie vor überhöhte Geschwindigkeit und nicht angepasster Sicherheitsabstand", fasste Arnold die Unfallstatistik abschließend zusammen. phil