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Oberlin-Lesezirkel

Kontroverse über Laurence-Text

Von 
red
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Heppenheim. Durchaus kontrovers wurde das Buch der kanadischen Autorin Margaret Laurence im Lesezirkel „Literatur und Religion“ der evangelischen Heilig-Geist-Kirchengemeinde diskutiert. Während einige von der Geschichte äußerst angetan waren, enttäuschte andere Teilnehmer die Länge. Ihnen schien die Erzählung um eine 90-jährige Frau zum Ende des 19. Jahrhunderts in Kanada zu weitschweifig. Über die spritzige Art der Schriftstellerin – 1926 in der Präriestadt Neepawa geboren und 1987 verstorben – waren sich jedoch alle einig. Das erstmals 1964 erschienene Buch war eigens für die Corona-bedingt ausgefallene Buchmesse 2020 mit dem Gastland Kanada neu übersetzt worden.

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Die Ich-Erzählerin – sie tritt in dem Roman mit biblischen Namen Hagar auf – erzählt von Beginn an von ihrem konservativen Vater, ein angesehener Kaufmann, der der Kommune eine Skulptur aus Marmor schenkte, den „steinernen Engel“. Hagars Widerspenstigkeit wird als Selbsterkenntnis besonders deutlich, als sie den singenden Pfarrer des Seniorenheims trifft: „Stolz war meine Wildnis, und der Dämon, der mich dort hinführte, war Angst.“

Nächstes Treffen Ende September

Am Montag, 27. September, 17 Uhr, wird im Guyot-Gemeindehau Sorj Chalandons Tagebuch-Roman „Am Tag davor“ gelesen und diskutiert. Chalandon ist französischer Journalist, der in „Am Tag davor“ die Katastrophe auf einer Zeche in der Normandie packend schildert, wie es in der Pressemitteilung des Lesezirkels heißt. red

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