Soziales: Keine Konkurrenz zu anderen Einrichtungen Grüne ziehen Antrag zur Tafel zurück

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heppenheim. Die Grüne Liste Heppenheim (GLH) wird ihren Antrag an das Stadtparlament zur Einrichtung einer Heppenheimer Tafel zurückziehen. In Gesprächen mit Fachleuten habe man sich davon überzeugen lassen, dass die von vielen Heppenheimer als notwenig erachtete Einrichtung sich in der geplanten Form nicht verwirklichen lasse, so die GLH. Vor allem wäre eine eigenständige Heppenheimer Tafel eine nicht beabsichtigte Konkurrenz zu den umliegenden Tafeln beispielsweise in Bensheim oder Rimbach. Schließlich belieferten bereits jetzt Heppenheimer Supermärkte die Benheimer Tafel. Heppenheimer Bürger können sich dort versorgen.

Missverständnisse bedauert

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Die GLH bedauert, dass es bei der Stellung des Antrags zu unbeabsichtigten Missverständnissen insbesondere im Verhältnis zu Vertretern der Bensheimer Tafel gekommen sei. "Ausdrücklich wollen wir unseren Respekt und unseren Dank gegenüber den Leistungen der Bensheimer Tafel zum Ausdruck bringen", unterstreicht Grünen-Stadtrat Franz Beiwinkel.

Allerdings seien viele Heppenheimer bei der Erreichbarkeit der Bensheimer Tafel benachteiligt, so die Grünen. Folgende Zahlen belegten die Problematik: Die Bensheimer Tafel versorge 740 Menschen, darunter 130 Heppenheimer. In Bensheim gebe es 2500 Sozialhilfeempfänger, in Heppenheim 2000. Bedenke man, dass Bensheim mehr Einwohner als Heppenheim aufweist und sicher auch Bedürftige aus anderen Städten die Bensheimer Tafel aufsuchten, ergebe sich dennoch eine Unterversorgung für Heppenheimer Bedürftige, so die GLH.

Die GLH sehe weiterhin die Stadt Heppenheim in der Pflicht, Abhilfe zu schaffen. Sie wolle darauf hinwirken, eine bessere Anbindung für bedürftige Heppenheimer an die Bensheimer Tafel zu ermöglichen. zg